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Bild: Neli Widmer

Im Rahmen der Sixday-Nights Zürich fand die Siegerzeremonie des Tour de Suisse-Cups in der 3. Nacht statt. Links Elite-Schweizer Meister Mirco Saggiorato vor Pirmin Lang mit dem Leadertricot und mir auf Platz 2.



Schon eine Weile war es gegenseitig mündlich zugesichert, jetzt ist der Vertrag beiderseits unterzeichnet: Für die Saison 2012 stehe ich beim nunmehr einzigen Schweizer Continental Team „Atlas Personal – Jakroo“ unter Vertrag. Dies, nachdem mein bisheriges Team Price-Your Bike (ebenfalls Continental-Level) mangels Geldgeber kein Team mehr für nächste Saison auf die Beine stellen konnte. Für mich war immer klar, dass bei einem Teamwechsel eine neue Mannschaft mindestens Continentalstatus haben muss.





















Die Teamfarben der Saison 2011 von Atlas Perosnal - Jakroo


Von Price-Your Bike ziehen mit Patrick Schelling, Daniel Henggeler, Marcel Aregger und Jan Keller gleich vier bisherige leistungsstarke Teamkollegen zu Atlas weiter. Ich treffe aber auch wieder auf frühere Mannschaftsgefährten wie Michi Baer oder Florian Salzinger.

Das Continental Team Atlas Personal – Jakroo ist bekannt für den umfangreichen Kalender im Ausland mit vielen Rennen der UCI Continental Tour, zuletzt hatte die Equipe gar zweimal in China bei Etappenrennen erfolgreich die Saison beendet.



Eine lange Strassensaison ist mit dem letzten Rennen „Memorial Pantani“ (UCI 1.1 Professional) in Cesena zu Ende gegangen. Bei sommerlichen Bedingungen und einer Strecke mit einer anspruchsvollen Runde über mehrere Steigungen und nur wenigen flachen Metern forderten viel von den Rennfahrern. Auf der dritten und letzten Runde konnte ich das Tempo nicht mehr halten und wurde am Berg abgehängt. Ich befand mich in einer grösseren Gruppe, die den Anschluss an das stark dezimierte Hauptpeloton nicht mehr schaffte. Weil das Finale auf einem 4x5km langen Parcours ausgetragen wurde, mussten wir das Rennen aufgeben, weil wir von den Organisatoren angehalten wurden.  



SPANNENDE AUSGANGSLAGE
Zu verlieren hatte ich nichts, vieles aber zu gewinnen, denn Platz 2 im Tour de Suisse-Cup hatte ich vor dem Rennen schon im Trockenen. – Gewinnen war die einzige Variante, aus eigener Kraft den Tour de Suisse-Cup im letzten Rennen noch zu meinen Gunsten zu wenden!

Schlecht begonnen hat das Rennen, weil sich eine grössere Gruppe am Anfang vom Feld absetzte. Ich entschied auf „Nachfahren“ und spannte meine Mannschaft vors Feld. Nach gut 90km war die Aufgabe erfüllt, allerdings setzten sich erneut 5 Fahrer, darunter der Favorit Raymond Küenzli ab. Für mich war es äusserst schwierig, selber die Initiative zu ergreifen, der Tour de Suisse-Cup-Leader Pirmin Lang observierte mich aufs Genaueste, denn seine Aufgabe bestand einzig und allein darin, mich nicht fahren zu lassen. Trotzdem befand ich mich in der zweitletzten Runde zuerst alleine und dann mit 5 weiteren Gegnern zwischen Küenzli-Spitze und dem Feld. Lang persönlich war gezwungen, die Situation zu neutralisieren. 

HITCHCOCK-FINALE IN DER SCHLUSSSTEIGUNG - ALLES VERSUCHT
Allerdings schaffte es der starke Bergfahrer Raymond Küenzli, mit gut 1 Minute Vorsprung die Schlusssteigung in Angriff zu nehmen. Hinten im Feld verloren viele den Kontakt unter dem Tempodiktat von Teamkollege Patrick Schelling und Marcel Aregger. In der Mitte übernahm ich die Initiative und attackierte. – Mit Lang am Rad, den EKZ-Bergfahrern ebenfalls dabei. Wir neutralisierten uns gegenseitig und machten nicht viel Zeit auf den führenden EKZ-Fahrer Küenzli gut. Ich versuchte mehrmals die Gruppe zum Explodieren zu bringen, erfolglos. Oben raus musste ich dann hingegen einige Angriffe der EKZ-Fahrer Saggiorato und Fuchs parieren, denn Lang fokussierte sich nur auf mich. Auf den Schlussantritt von Pirmin Lang reagierte ich nach der zuvor schon neutralisierten Schlussoffensive von Saggiorato und kam hinter dem erfolgreichen Flüchtling Raymond Küenzli als Zweiter ins Ziel. – Lang wurde gleich dahinter dritter und gewinnt damit den Tour de Suisse-Cup. 

DUELL GEWONNEN UND TROTZDEM DIE 2 AUF DEM RÜCKEN!
Obwohl ich Lang erneut geschlagen habe, reichte diese starke Leistung in einer taktisch verzwickten Situation für mich nicht, im letzten Moment die Wende im Tour de Suisse-Cup herbeizuführen. Aus dem einfachen Grund, weil wir Küenzli nicht mehr eingeholt haben, was Lang nur recht sein konnte. Atlas-Fahrer Pirmin Lang war zu stark, um ihn am Berg abzuhängen und hat es deswegen verdient, den Cup gewonnen zu haben. – Knappe 5 Punkte trennen uns: 258 zu 253. Allerdings glaube ich, dass ich es durchaus auch verdient hätte, als Tour de Suisse-Cup Sieger ausgerufen zu werden, nur war die Rennsituation gegen mich trotz starkem Mannschaftsauftritt. Mir bleibt der moralische Sieg, das Duell gegen Lang gewonnen zu haben. 

VIEL UNTERSTÜTZUNG
Meinen ganz grossen Dank geht an meine Teamkollegen, die mich das ganze Rennen unterstützt haben! Auf den flachen Runden haben sie dafür gesorgt, dass die grosse Gruppe nie mehr als 1 Minute Differenz hatte.

Speziell bedanken möchte ich mich für die grosse Kollegialität von Teamkamerad Samuel Horstmann: Als ich im letzten Renndrittel einen Hinterraddefekt einfing, streckte er mir schon bevor ich mein eigenes Rad ausgespannt hatte, sein Hinterrad entgegen!

Trainingsfreund Claudio Imhof, derzeit Stagiaire beim Team Vorarlberg, hat sich ohne meine Aufforderung bedingungslos in meinen Dienst gestellt und hat einen grossen Teil dazu beigetragen, dass die Flüchtlinge wieder eingeholt wurden! Damit hat er ganz grossen Charakter gezeigt und ich habe grössten Respekt vor seiner Leistung, viel mehr aber vor seiner Einstellung zum Sport bzw. zu einer Rennsituation. Mit seiner verkorksten Saison mit Knieproblemen, die in einer Operation gipfelten, haben ihn auf der Strasse viele schon abgeschrieben. Allerdings würden nur wenige nach einer so langen Trainingspause so schnell wieder eine derartige Leistung bieten. Nur solche manchmal rennentscheidenden Dinge stehen nirgends in einer Rangliste



Die Gesamtwertung des Tour de Suisse-Cups 2011 hat sich auf einen Zweikampf zwischen Pirmin Lang (Team Atlas) und mir reduziert, denn alle anderen Fahrer haben zu grosse Punkterückstände, um noch in den Kampf um den Gesamtsieg dieser Schweizer Rennserie einzugreifen. Einige Punkte trennen Pirmin Lang und mich auf Position 2. Eine entscheidende Rolle spielen können die restlichen für den Gesamtsieg nicht mehr in Frage kommenden Fahrer allerdings sehr wohl: Die auf einer 7x18.6km langen flachen Runde stattfindende Gäu-Rundfahrt hat das Ziel auf dem Allerheiligenberg, ein in zwei Teilen aufgesplitteter 10km langer Schlussanstieg. Gelingt es einer Fluchtgruppe, mit Vorsprung in die Steigung zu gelangen, oder werden die Bergfahrer das geschlossene Feld im Finale auseinander reissen? Möglicherweise gibt es zwei in einem Rennen, das eine um den Sieg in der Gäu-Rundfahrt und das andere um den Tour de Suisse-Cup! Die Ausgangslage ist spannend, denn es gibt viele Szenarien.


Das verregnete internationale Kriterium Wangen im Allgäu unweit vom Bodensee mit starker Besetzung durch u.a. Dominik Nerz (Liquigas),Patrick Gretsch (HTC) oder Marcus Burghardt (BMC) sowie Bahn-Sixdays-Spezialisten wie Leif Lampater und Christian Grasmann, verliehen dem internationalen Kriterium einen guten Stellenwert.


















Sprintentscheidung zwischen Marcus Burghardt (li) und Bernhard Oberholzer


Nach der ersten Sprintwertung setzte ich zu einer Attacke an und setzte mich prompt vom Feld ab, - alleine. Gut 10 Runden, bis zur nächsten Wertung, die ich für mich beanspruchte, lag ich voraus, wurde wieder eingeholt, aber doch nicht, weil ich nach der Wertung gegenüber den Sprintern, die gerade am Limit liefen, insistierte. So entstand erneut eine Lücke, und ich holte die nächste Wertung wieder solo, ehe von hinten BMC-Profi Marcus Burghardt zu mir aufschloss. So machten wir gemeinsame Sache, hatten allerdings lange nur 30 Sekunden Differenz auf das Feld. Erst ab Rennmitte vergrösserte sich der Abstand auf 50 Sekunden und pendelte sich dort ein. Marcus Burghardt konnte auf mich Punkte wettmachen. 10km vor dem Ziel war dann klar, dass das Feld uns nicht mehr einholen würde und ich konzentrierte mich auf den Schlusssprint. Ich sicherte mir knapp die letzten Punkte und gewinne das Kriterium vor Fluchtgefährte Marcus Burghardt! Mit dieser langen Vorausfahrt machten wir den Sprinter-Spezialisten einen Strich durch die Rechnung und den Zuschauern lieferten wir ein spannendes Rennen, trotz Kälte und Regen. 
Dieser Sieg ist gewissermassen auch eine Antwort auf das enttäuschende Abschneiden beim am Samstag veranstalteten Kriterium im bayrischen Irschenberg,bei dem ich trotz manchem Vorstossversuch nicht über Platz 11 hinauskam.


Den Vorjahressieg zu wiederholen, war mein Ziel beim GP Lausanne. Warum es nicht dazu kam, hat nichts mit meiner heutigen sportlichen Vorstellung zu tun als viel mehr aus fragwürdigen radsport-politischen Gründen, die als Rennfahrer nur schwer nachvollziehbar sind.

Bild:
www.accv.ch 































Mit meinem Defekt 1km vor dem Ziel kam rollte ich mit sichtlicher Enttäuschung als nur 13. über das Ziel und schaffte es damit nicht einmal in die Top 10.  

12 Minuten auf die Junioren und 8 Minuten Handicap auf die Amateure beim GP Lausanne war die zu heftigen Diskussionen führende Ausgangslage des 49. GP Lausanne. Als nach einem Drittel der Vorsprung auf die Juniorenspitze trotz voller Fahrt bei der Elite hinten um nur 2 Minuten gesunken und immer noch bei radsportlich gigantischen 10 Minuten (ca 6-7km!!!) stand, war wohl allen klar, dass ich den Sieg aus dem Vorjahr nicht wiederholen könnte, geschweige denn überhaupt einer der Elite reüssieren würde.
Trotz der aussichtslosen, wenig motivierenden Lage, gab ich alles und unter meinem Tempodiktat blieben bis in die drittletzte Runde nur noch 5 Elite übrig. Immer noch 3 Minuten für die letzte Runde (9km) waren natürlich 3mal zu viel. - Dreifachsieg der starken Junioren. Das katastrophale Rennwochenende rundete ich mit einem zweiten Defekt 1km vor dem Ziel ab, was völlig ins Konzept passte. So blieb es mir vergönnt, immerhin der beste Elite gewesen zu sein und ich fuhr mit etwas Galgenhumor als 13. über die Ziellinie. 

Bild:
www.accv.ch 














In der Anfangsphase in den vordersten Position vor zusammen mit dem aktuellen Schweizer Meister Mirco Saggiorato.

Immerhin erhielt ich von der Renndirektion grosse Komplimente zu meiner Leistung, denn auch ihnen wird wohl bewusst sein, dass 12 Minuten Handicap für die Elite unmöglich auf zu holen waren. Die Junioren sind nicht so schwach! Aber den Elite faktisch von vornherein keine Chance lassen, lässt die berechtigte Frage aufwerfen, ob wir nun an einem Juniorenrennen teilgenommen haben? 
 


Beim Mannschaftszeitfahren in La Brévine, wegen der Rekordtiefsttemperaturen im Winter auch als sibirische Schweiz bezeichnet, konnte Price Your Bike den Sieg aus dem vergangenen Jahr bei Weitem nicht noch einmal erreichen.
Mit einer unausgeglichenen Mannschaft waren die internen Stärkenverhältnisse zu unterschiedlich. Deshalb waren wir zu keinem Zeitpunkt des Rennens so schnell unterwegs, dass wir um die ersten beiden Plätze hätten mitreden können. Mein Defekt mit Velowechsel bei knapper Rennhälfte machte das Desaster perfekt. Persönlich konnte ich danach zwar wieder voll aufdrehen, aber meine Teamkollegen verkrafteten die „Pause“ überhaupt nicht. Ein enttäuschender 5. Platz mit Sieger EKZ-Racing Team verhinderte zudem, dass ich im Tour de Suisse-Cup die Leaderposition hätte übernehmen können.
Ein riesiger Gegensatz zu den Erinnerungen aus dem Vorjahr, als ich mit Ex-Quick Step Profi Hubert Schwab und Nicolas Schnyder für den Sieg mit einer deutlich höheren Pace verantwortlich war.



Mit der 4-tägigen Professional-Rundfahrt „Settimana Lombarda“, die bis am Samstag dauerte, waren die Voraussetzungen für die gleich am Sonntag stattfindende EKZ-Züri-Metzgete nicht unbedingt optimal.Mit einem 23. Platz an der Schlussetappe Etappe der Settimana Lombarda, bei der ich damit im Finale mit den stärksten dabei war, reiste ich mit einem zufriedenstellenden Abschluss der Rundfahrt nach Hause.

Bild:
lussiweb.ch

Mit viel Selbstvertrauen redete ich mir ein, dass ich auch trotz etwas müden Beinen bei der EKZ-Züri-Metzgete ein Wort mitreden würde, denn die Züri-Metzgete zählt als Lauf zum Tour de Suisse-Cup!
Dank der harten Arbeit meiner Mannschaftskollegen konnte das 7-minütige Handicap auf die Amateure bis Rennhälfte aufgeholt werden. Danach ging die „Attackiererei“ im Feld los. Nach einigen Scharmützeln löste ich mich mit Teamkollege Loïc Aubert in einer scheinbar sinnlosen Aktion zu zweit vom Feld zwischen dem Siglistorfer Anstieg und dem Regensberg. Aubert pilotierte mich an den Regensberg, welchen ich dann solo hinauf fuhr. Mit dieser Attacke lockte ich die Atlas-Fahrer um den Tour de Suisse-Cup Gesamtführenden Pirmin Lang aus der Reserve, der tatsächlich reagieren musste und das Loch zu mir in einer kleinen Gruppe zufahren musste. – Kurz darauf das Feld wieder zusammen.

Bild:
Brigitte Kunz














Am Regensberg

Eingangs dritte und letzte Runde 50km vor dem Ziel folgte ich einer Attacke von EKZ-Racing-Fahrer Dominik Fuchs und wir lösten uns zu zweit vom zersplitterten Feld. Ich drückte die folgende Steigung brutal aufs Gas, um eine Lücke herauszufahren. Bald 40 Sekunden, dann 1:10 mit Maximal 1:40 Vorsprung übernahm ich einen Grossteil der Führungsarbeit auf der Fläche, denn Dominik Fuchs hat seine Stärken mehr am Berg. Weil Pirmin Lang unseren Vorstoss verpasste hatte, ging es für mich um alles oder nichts!

Bild:
lussiweb.ch

Am Siglistorfer büssten wir 30 Sekunden ein, am Regensberg hatten wir noch eine Reserve von 35 Sekunden, in Sichtweite der Gegner – und es fehlten noch gut 10km! Oben waren die Gegner Grüppchenweise bis auf ca 20 Sekunden an uns dran. Weil ich unbedingt nicht eingeholt werden wollte, gab ich auf der Fläche oben nochmals alles, mit dem Risiko, das Rennen gegen Fuchs zu verlieren, aber immer noch vor Lang zu sein. In der Abfahrt bauten wir die Differenz nochmals aus und die 30 Sekunden auf dem letzten Kilometer reichten. Im taktisch geprägten Sprint hielt ich Dominik Fuchs in Schach und gewinne die Züri-Metzgete! Mit seiner tollen Leistung hat Dominik Fuchs auch mit Platz 2 einen schönen persönlichen Erfolg eingefahren. 

Bild:
lussiweb.ch

Pirmin Lang allerdings bewies einen starken Kämpfercharakter und fuhr kurz vor dem Ziel noch in die zweite Gruppe, schlug dort alle im Sprint und hielt seinen Schaden als guter 3. in Grenzen. – So konnte ich trotz Sieg das Leadertrikot des Tour de Suisse-Cups Pirmin Lang nicht abnehmen. – Mehr zählt für mich aber der Sieg an der „Züri-Metzgete“! 

EKZ-Züri-Metzgete 156.7km
1. BERNHARD OBERHOLZER (Price-Your Bike)3:38:39
2. Dominik Fuchs, (EKZ-Racing Team) gl. Zeit
3. Pirmin Lang (Atlas Personal) +0:24
4. Mirco Saggiorato (EKZ-Racing Team)
5. Christian Heule (EKZ-Racing Team)
6. Michael Baer (Team NetApp)
weiters Price:
8. Daniel Henggeler, gl Zeit
18. Elias Schmäh +0:34
29. Andreas Rutishauser +3:48
32. Joel Eglin +4:50
34. Lionel Wüst
35. Samuel Horstmann gl Zeit
49. Lukas Kalt +13:07





Mit einem horrenden Stundenmittel von 53km/h in der ersten halben Rennstunde hatten es die Ausreisser schwer. Eine Gruppe konnte sich dann trotzdem lösen und holte einen Maximalvorsprung von 4 Minuten heraus. Im 6.5km langen Haupthindernis, dem Anstieg Bennero, zersplitterte sich das Feld und die Fluchtgruppe wurde wieder eingeholt. Ich konnte einigermassen gut mithalten, aber oben rissen einige Fahrer vor mir Löcher auf und so konnten wir erst wieder in der Abfahrt aufschliessen. Im dezimierten Feld positionierte ich mich recht weit vorne an ca 15. Stelle für den 2km langen, moderat steilen Schlussaufstieg in die schöne Altstadt von Bergamo hinauf. Im Positionsgewühl auf dem letzten Kilometer kam ich an 23. Stelle ins Ziel. Die Etappe gewinnt der italienische Meister Giovanni Visconti, die Gesamtwertung gibt der Franzose Pinot nicht mehr Preis.

Nachdem ich am ersten Tag im Schlussanstieg nicht ganz zufrieden mit meiner Leistung, allerdings kam ich von Tag zu Tag besser in Fahrt und freue mich über meine Gesamtbilanz an diesem schweren Etappenrennen in der Lombardei.


Die 3. Etappe mit Start und Ziel in Alzano Lombardo hatte als einziges Hindernis den Colle Gallo rund 20km vor dem Ziel mit gut 450 Höhenmetern und einer Länge von gut 6.5km. So setzte sich in der Anfangsphase wie so oft eine Spitzengruppe vom Feld ab, die aber noch vor dem Berg eingeholt wurde. Alle waren auf den Colle Gallo fixiert und so war es sehr ungemütlich auf den 10km vor dem Steigungsbeginn, weil sich die Mannschaften in eine gute Position bringen wollten. Ich schaffte es, in den ersten 15 den Anstieg in Angriff zu nehmen. Alsbald lichtete sich das Feld. Recht weit vorne überquerte ich die auf 763m.ü.M liegende Passehöhe und war im Finale noch dabei. Allerdings waren die letzten 4km verwinkelt mit vielen Kurven und ich verlor meine anfänglich gute Position etwas. Zeitgleich mit dem Sieger erreichte ich in der ersten Gruppe das Ziel. Mit meiner Leistung kann ich damit zufrieden sein, denn das Niveau ist hier in Italien sehr hoch.


Zur Flachetappe mit einem neun Mal zu bewältigenden Circuit rund um Calcinato mit einer Länge von 198km starteten von den ursprünglich 200 gestarteten Fahrern nur noch knapp 140, weil viele gestern die Kontrollschlusszeit von 10% der Siegerzeit nicht erreichten. Der verwinkelte Parcours führte einige Male zu einem lang gezogenen Feld. Die Flüchtlinge wurden wieder eingeholt und wie erwartet kam es zum Massensprint. Ich pilotierte meinen Sprinter-Teamkollegen Loïc Aubert im Feld nach vorne, brachte ihn in Position und schirmte ihn bis 3km vor dem Ziel vom Wind ab. Mein Job war danach erfüllt und Aubert ersprintete sich immerhin den guten 18. Rang, der bei diesem Niveau Beachtung verdient. Ich rollte noch als 53. durch das Ziel.


Gleich auf Etappe 1 bei der Profirundfahrt Settimana Lombarda im italienischen Norden standen nicht weniger als 5 Anstiege mit einer Schlusssteigung hinauf nach Castione Presolana auf 1097m.ü.M. mit dem Ziel nach 180km auf dem Etappenplan. Zweimal über den Bianzano überstand ich gut im Feld in den vorderen Positionen. Auf den letzten 20km ging mir dann die Energie etwas aus, nicht zuletzt aufgrund von Krampferscheinungen. So schaffte ich es im 10km langen Schlussanstieg bis zur 5km-Marke am merklich kleiner gewordenen Feld dranzubleiben. Als die Top-Fahrer mit ihren Attacken starteten, musste ich wegen den zuckenden Muskeln abreissen lassen und erreichte oben recht erschöpft das Ziel als 73.



Das Rundstreckenrennen "Rund ums Hornbergbecken" oberhalb von Bad Säckingen hatte es trotz seiner recht kurzen Distanz von 88km auf einer 2.2km kurzen Runde trotzdem in sich: Denn kein Meter war flach! 2000 Hm ist für diese Distanz ein ordentlicher Höhenunterschied.
In der Anfangsphase versuchten etliche Gruppen eine Differenz zum Feld zu schaffen, deswegen waren alle recht nervös. Nach 8 Runden befand ich mich selbst an der Spitze mit zwei Fluchtgefährten. Durch die gute Harmonie wuchs der Abstand kontinuierlich auf über 1 Minute. Nach gut 25 der 40 Runden überundeten wir das Feld und etwas später wurde eine Verfolgergruppe wieder eingeholt. 10km vor dem Ziel erfolgte im steilsten Streckenteil die entscheidende Attacke von mir. Weil wir das Feld überrundet hatten, konnten mir nur die beiden Fluchtgefährten gefährlich werden, weil diese aber meine Attacke verpasst hatten, konnte ich das Rennen ungefährdet gewinnen!
  


Meine Teilnahme an der Universiade in Shenzhen/China verhinderte den Start am 5. von 8 Läufen der Schweizer Rennserie "Tour de Suisse-Cup". So musste ich mein Leadertrikot kampflos weitergeben. Mit dem 2. Platz beim GP Bern-West übernimmt Atlas-Fahrer Pirmin Lang die Führungsposition in der Einzelwertung wieder. Er hat nun einen komfortablen Vorsprung mit 168 Punkten vor seinem Teamkollegen Sébastien Reichenbach (132) und mir gleich dahinter mit 131. Price-Teamkollege Marcel Aregger (3. Rang GP Bern-West) belegt jetzt mit 130 Zählern Platz 4.



Alles zur zweiwöchigen Universiade unter UNIVERSIADE 2011




Wegen Bauarbeiten musste der VMC Gansingen dieses Jahr auf die Durchführung des Strassenrennens auf der gewohnten Strecke mit einer selektiven Steigung verzichten. Action gab es bei der City Trophy aber dennoch nicht weniger als in den vorigen Jahren!

Bild:
Neli Widmer































Zielankunft solo: grosser Effort mit Sieg belohnt beim Kriterium Gansingen!

Stattdessen wurde die Gansinger City Trophy in einem dreiteiligen Event vergeben (Ausscheidungsfahren ca 20km, Rundenzeitfahren, Kriterium über 72km)

Dominanter Auftritt im Hauptrennen des Tages
Bei der Hauptdisziplin, dem Kriterium, attackierte ich schon früh nach der zweiten Punktewertung und fuhr zusammen mit Sebastien Reichenbach bald einen beträchtlichen Vorsprung auf das Feld heraus. Mit meinem grossen Anteil an Führungsarbeit holte ich mir viele Punktewertungen und so lag ich bald einmal klar an der Spitze nach Zählern. In der Schlussphase 20 Runden vor dem Ziel überrundeten wir beide das Feld.

Bild:
Neli Widmer












Mit Fluchtgefährte Sebastien Reichenbach auf dem Weg zur Überrundung des Hauptfeldes. Dabei leistete ich sehr viel Führungsarbeit.

Nach der drittletzten Punktewertung fuhr ich einen derart harten Antritt, dass mir diesmal keiner folgen konnte und setzte so, obwohl für den Sieg nicht nötig, nochmals einen drauf mit einer Soloaktion auf den letzten 10km. Weil die Gegner müde waren und meine Mannschaftskollegen hinten weitere Angriffe neutralisierten, fuhr ich nochmals über eine halbe Minute im Alleingang heraus und konnte meinen Solosieg sichtlich geniessen. – Alleine ankommen ist immer am schönsten! 

Bild:Neli Widmer


Mit einer nicht unbedingt notwendigen Schlussoffensive unterstrich ich meine Leistung und knöpfte dem Hauptfeld auf den letzten 10km nochmals über 30 Sekunden im Alleingang ab und damit brachte ich einen schönen Solosieg zu Stande!

Problemedisziplin Ausscheidungsfahren
Im Ausscheidungsfahren, der ersten Disziplin, fühlte ich mich komischerweise brutal am Anschlag, sodass ich nicht im Stande war, eine Attacke zu lancieren und ich froh sein musste, noch 5. zu werden. Damit waren meine Chancen auf den Gesamtsieg klein. Besser machte es Teamkollege Jan Keller, der sowohl das Ausscheidungsrennen als auch das Rundenzeitfahren für sich entschied und mit einem 4. Rang im Kriterium die Gansinger City-Trophy Gesamtwertung gewinnt. Mit dem Sieg im Kriterium schaffte ich den Sprung auf den starken 2. Platz und sorgte so für einen Price-Doppelsieg!

Bild:
Neli Widmer




































Siegerehrung der Hauptdisziplin, dem Kriterium über 72km und zwölf Wertungssprints.

Bild:
Neli Widmer
















Podium der Gesamtwertung: Teamkollege Jan Keller (mitte) holte sich durch eine starke Teamleistung den Gesamtsieg, der einheimische Peter Erdin durfte als 3. vor den eigenen Fans vom Podium grüssen.


Gansinger City-Trophy Gesamtwertung
1. Jan Keller 6 Rangpunkte (1. Ausscheidung, 1. Rundenzeitf., 4. Kriterium)
2. Bernhard Oberholzer 8 Rangpunkte (5./2./1.)
3. Peter Erdin 10 Rangpunkte (2./5./3.)



Beim Profirennen (Kategorie UCI 1.1) Sparkassengiro Bochum (178km) zeigte ich eine sehr aktive Leistung. Schon in der 1./12 Runden suchte ich in einer 5er-Gruppe das Weite. Nach einer Runde rückte das Feld wieder heran und ich reagierte gleich bei den nächsten Attacken wieder und war prompt wieder vorne dabei, erneut zu fünft. Einige Zeit später vergrösserte sich unsere Gruppe auf 11 Mann, mit dabei bekannte Namen wie Gerald Ciolek (Quick Step, oder Grischa Niermann (Rabobank). Maximalvorsprung mehr als 3:30 Minuten.
























3 Runden vor Schluss war unser Vorsprung stark geschmolzen und die Gruppe teilte sich. Ich blieb an der Spitze mit nur noch 5 Konkurrenten und wir wehrten uns heftig gegen unsere Einholung. Erst 7 km vor dem Ziel war dann vor dem letzten Anstieg unsere Flucht beendet und so konnte ich trotz starkem Auftritt nicht um den Sieg fahren. Immerhin behielt ich am letzten Berg mit den letzten Kräften den Anschluss an das dezimierte Hauptfeld. Weil 1km vor dem Ziel wieder einige stürzten, musste ich mich mit einer Vollbremsung retten, wobei einige hinter mir in mein Rennrad prallten. So rollte ich noch ins Ziel auf Platz 62.  

Unterwegs erspurtete ich mir bei den Zielpassagen die Sprintpunkte und gewann so mit grossem Vorsprung die Sprintwertung und durfte das erste mal bei einem Profirennen zur Siegerehrung!

Erwähnenswert ist der tolle 8. Platz von Teamkollege Marcel Aregger im Massensprint, der sich dank meiner Flucht das ganze Rennen auf das Finale schonen konnte.  


Auf einer Strecke von 35km mit teils flachen Passagen galt es beim Bergrennen Martigny-Mauvoisin fast 1400m Höhendifferenz hinauf auf 1840m.ü.M zu überwinden. In den steilen Passagen schloss ich die Lücke zu den 4 Führenden alleine. Lange hielt ich dann in der Führungsgruppe mit, ehe ich dann aber 5km vor dem Ziel die andern wegfahren lassen musste. Mein Teamkollege Patrick Schelling gewinnt souverän das Bergrennen vor seinem letzten Begleiter vom Team Atlas, Jonathan Fumeaux. Um Platz vier musste ich dem einheimischen Sebastién Reichenbach (ebenfalls Atlas) den Vortritt lassen und kam bei frostigen Temperaturen als 5. ins Ziel.   


Kürzlich wurde ich vom SHSV (Studenthochschulsportverband) definitiv für die 26. Universiade im chinesischen Shenzhen bei Hongkong selektioniert! Nach den olympischen Spielen ist die Unversiade die zweitgrösste Sportveranstaltung der Welt! Vom 12.-23. August kämpfen Spitzensportler-Studenten aus aller Welt in 21 Sportarten um die Medaillen und Diplome.

Riesige neu erstellte Anlage für die Universiade Shenzhen 2011

Die Universiade (Wortkonstruktion aus Universität und Olympiade) sind Mulitsportspiele wie die Olympischen Spiele und finden jeweils alle 2 Jahre statt. Radsport ist erstmals im Programm der studentischen Weltspiele.

Der SHSV (Schweizer Hochschulsportverband) hat insgesamt 93 Schweizer Athleten für die Universiade über das Selektionsverfahren ausgewählt: Insgesamt umfasst die Schweizer Delegation mit Funktionären, Offiziellen und Betreuern rund 140 Personen!

Logo des FISU:
Fédération Internationale du Sport Universitaire



Geplant ist nicht nur die Teilnahme am Strassenrennen. Der SHSV will auch im Mannschaftszeitfahren eine Equipe starten lassen. Auf der Bahn trete ich im Punktefahren und in der Einzelverfolgung über 4000m an. So wird die ganze Geschichte für mich um einiges interessanter, in so vielen verschiedenen Disziplinen auf unterschiedlichem Terrain mein Bestes zu geben. 

Nicht nur sportlich, sondern auch logistisch erwartet mich eine Herausforderung: 4 verschiedene Disziplinen, 4 verschiedene Velos!!!








Mediencommuniqué zur Universiade des SHSV

Shenzhen, nach Schätzungen 12 Millionen Einwohner, nur durch einen Fluss von Hongkong getrennt

Qualifiziert für folgende Disziplinen:

Strasse:
Strassenrennen (13. August)
Mannschaftszeitfahren (20. August)

Bahn:
Punktefahren Qualifikation (16. August)
4000m Einzelverfolgung Qualifikation (17. August)

























































Beim zweiten Rennen, Nobili Rubinetterie UCI 1.1 Coppa Papà Carlo, folgte nach flachen 54km eine 8x15.5km lange Runde (Total 178km) mit einem dreiteiligen Anstieg. Nach 140km hatten schon sehr viele Fahrer auf dieser anspruchsvollen Strecke den Anschluss ans Hauptfeld verloren . In der letzten Runde schaffte ich es im Anstieg mit den letzten Enerigereserven, mich in den 20 übrig gebliebenen Fahrern des ursprünglichen Hauptfeldes zu halten. In der Abfahrt versuchte ich gar noch mit einer Attacke, in die vordere Gruppe zu gelangen. Nur die Spitzengruppe und eine kleinere Gruppe lagen im 1km langen Schlussaufstieg vor uns. Im Kampf um Platz 11 überquerte ich die Ziellinie als sehr zufriedener 16. Mit dieser Leistung habe ich meine Ziele für dieses schwere Rennen absolut erfüllt und bin mit nur 50 Sekunden Rückstand auf Triumphator Simone Ponzi von Liquigas sehr gut bei den Leuten auch im Profifeld. Als einziger von Price-Your Bike konnte ich dieses Rennen beenden, von den 160 gestarteten Fahrern erreichten lediglich 59 das Ziel. 

1 Simone Ponzi (Ita) Liquigas-Cannondale 4:15:56  
2 Luca Mazzanti (Ita) Farnese Vini - Neri Sottoli    
3 Davide Rebellin (Ita) Miche - Guerciotti    
4 Francesco Gavazzi (Ita) Lampre - ISD    
5 Federico Rocchetti (Ita) De Rosa - Ceramica Flaminia 0:00:05  
Weiters:
16 Bernhard Oberholzer (Swi) Price Your Bike 0:00:50
59 Fahrer im Ziel

komplette Rangliste



Am Freitag beim Profirennen Nobili Rubinetterie UCI 1.1 Coppa Città di Stresa am Lago Maggiore über 166.5km auf zwei grossen hauptsächlich flachen Runden endete das Rennen wie prognostiziert in einem Massensprint mit dem Sieger Elia Viviani von Liquigas. Ich verhielt mich zwecks Einrollen für das zweite Rennen am Samstag zurückhaltend und beendete den Wettkampf mitten im Hauptfeld an 52. Stelle. Der 25. Platz von Teamkamerad Samuel Horstmann war das beste Resultat von Price-Your Bike.



Die in der Gesamtwertung auf den ersten beiden Plätzen klassierten Teams PSK Whirlpool und das polnische BDC Team kontrollierten den ganzen Tag das Geschehen an der Spitze des Feldes. Auf der 4x25km langen Schlussrunde mit einem 2km langen Anstieg zum Kloster hinauf attackierte ich in der letzten Runde am Berg derart heftig, dass sich eine hochkarätige 8er-Gruppe bildete, dabei meine beiden Teamkollegen Schmäh und Schelling. Ziel war es, unseren bestklassierten Patrick Schelling in der Gesamtwertung noch nach vorne zu transportieren, denn mit lediglich 40 Sekunden wäre er in den Top 5 gewesen. Trotz Schlussfeuerwerk mit vollem Einsatz der ganzen Gruppe wurden wir 5km vor dem Ziel wieder eingeholt, obwohl ich alles gegeben hatte. Mir blieb nach diesen verschossenen Körner keine Ambition auf eine vordere Klassierung (31.). Marcel Aregger schaffte mit Rang 7 eine Top10 Zieleinfahrt.

Wie befürchtet war genau die Zeit, die wir im Mannschaftszeitfahren kassierten das Handicap, das Schelling für eine Toprangierung in der Gesamtwertung fehlte!

Fazit: Schlechtes Mannschaftszeitfahren infolge zu grosser Leistungsungleichheiten mannschaftsintern, dafür drückten wir in den Anstiegen dem Rennen mehrfach unseren Stempel auf und zeigten dadurch, dass wir an der Czech-Cycling Tour völlig unter unserem Wert geschlagen sind.

Erfreulicherweise schaffte ich es, meine Knieschmerzen zu verbeissen und beendete die Tour in der Gesamtwertung auf dem unberauschenden 31. Platz unter 190 Startern. Diesmal rutschte ich in die Helferrolle, weil die Teamkollegen durch den Rennverlauf besser positioniert waren und trug somit meinen Teil zum Mannschaftsergebnis bei und klassierte mich deshalb nie ganz vorne.

Gesamtwertung Czech Cycling Tour nach 547.6km:

1. Kozubek Stanislav 13:39:28
2. Baranowski Dariusz +0:33
3. Hudeček Jiří +0:34
alle Price-Fahrer:
15. Schelling Patrick Price-Your Bike +3:37
24. Schmäh Elias Price-Your Bike +4:25
26. Aregger Marcel +4:29
31. Oberholzer Bernhard +4:40
68. Eglin Joel +17:56
71. Horstmann Samuel +19:36
106/190 gestarteten im Ziel


Ich konnte am heutigen Morgen kaum laufen und es war fraglich, ob es Sinn machte, das Rennen fortzusetzen. Weil ich mich physisch aber sehr gut fühle, wollte ich es zumindest versuchen. – Unglaublich, schon nach 2km schafften es gewisse Typen, schon wieder eine Massenkarambolage zu verursachen, ich war mitten drin, fuhr in einige Fahrer hinein, konnte mich aber irgendwie retten und musste nur anhalten.
Der erste Anstieg war recht schnell und ich schaffte es auch noch in die vordersten 30 Fahrer. Eine Spitze löste sich vom Feld und in der Folge war es Endura-Racing, die lange das Rennen kontrollierten. Erst auf den letzten 50km begannen viele den Kontakt mit dem Feld zu verlieren. Erstaunlicherweise hatte ich mit dem Fuss keine Probleme auf dem Velo, aber das Knie machte sich von Anfang an bemerkbar, das auch noch einen Schlag abbekommen hatte. Am letzten Berg über 5km attackierten wir Price-Fahrer durchwegs abwechslungsweise, zuerst Schmäh, dann ich zweimal, oben raus dann Patrick Schelling, der sich tatsächlich mit 3 anderen absetzen konnte und die Etappe auf dem sehr guten 5. Platz beendete, da die verbliebene 3er Spitze nicht mehr eingeholt wurde. Auf den Zusatzrunden war im kleinen Feld von ca noch 50 Fahrern Dauerattacken angesagt. Ich beendete die Etappe als dritter des Feldes. Am Morgen hätte ich nie gedacht, dass ich unter diesen Umständen ins Ziel kommen würde und so gesehen bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung heute.


Schon in den ersten 10km war ich in einen Massensturz verwickelt, der von einem Begleitmotorrad ausgelöst worden war. Selbst kam ich zwar nicht zu Fall, aber ein nachkommender Fahrer fuhr in mein Hinterrad und zertrümmerte meine Karbonfelge komplett. Allgemein war es so unruhig im Feld, dass es jederzeit gefährlich werden konnte. Als die Spitzengruppe eingeholt war, herrschte durchwegs hohes Tempo. Auf den letzten 3km versuchte ich es mit einer Soloattacke, denn auf dem letzten Kilometerwaren 2 Kreisel, 3 Kurven und eine unnötige Schikane 150m vor der Linie eingebaut. Stürze vorprogrammiert. Ich wurde auf dem letzten Kilometer wieder geschluckt vom Feld und einem Fahrer vor mir rutschte im letzten Kreisel das Hinterrad weg. So stürzte ich ebenfalls und musste liegen bleiben. Mein Fuss schmerzte sehr stark und ich musste nach einigen Minuten von meinen Teamkollegen Aregger und Eglin, die ebenfalls Pech hatten, barfuss ins Zielgeschoben werden.


Bei dieser harten Disziplin fühlte ich mich nach dem gestrigen Ruhetag und 1000km Reise wieder recht gut und konnte viel Führungsarbeit leisten. Das Leistungsgefälle innerhalb der Mannschaft führte dann zweimal zu kleineren technischen Unsauberkeiten, die einige Sekunden kosteten. Mit einer Zeit von 29:24 Minuten für die 24km belegten wir Rang 18 unter 28 Mannschaften. Der Abstand von 1:34 auf die Sieger von Endura-Racing ist schon beträchtlich und deswegen die Ausgangslage für das Gesamtklassement bereits beeinträchtigt; zur Zeit auf Rang 85. 


SM-BRONZE IN DER 4000M EINZELVERFOLGUNG AUF DER BAHN!!!


Auf der sehr coupierten Strecke des GP Luzern in Roggliswil bei Pfaffnau wurden die Karten schon früh auf den Tisch gelegt. Eine grössere Gruppe verabschiedete sich schon in der ersten Runde von neun. Neben Laurent Beuret schaffte auch ich in der zweiten Runde den Anschluss noch im Alleingang und daher wuchs die Spitze auf die ungewöhnlich hohe Anzahl von 15 Fahrern an. Atlas Personal war mit ganzen sechs (!) Fahrern darin vertreten, zusammen mit dem neuen U23-Schweizermeister-Teamkollegen Marcel Aregger waren wir von Price-Your Bike in krasser Unterzahl nur zu zweit!


















Zieleinfahrt des GP Pfaffnau vor Mendrisio-Fahrer Sven Schelling. Zweifelsohne eines der härtesten Rennen diese Saison!

Ungewöhnlich früh schon bei Rennhälfte und ca. 75km teilte sich die Spitze und schrumpfte auf 9 Fahrer, Atlas-Personal immer noch in Überzahl mit 3, wir zu zweit. Weil Sebastién Reichenbach (Atlas) schon gute 40km vor dem Ziel attackierte und der Rest der Gruppe nicht sofort reagierte, hatte er bei der Zielpassage bereits knapp eine halbe Minute, und wir natürlich die beiden anderen Atlas-Fahrer Beuret und Fumeaux im Schlepptau, welche logischerweise die Führung verweigerten.

In der Abfahrt hatte ich plötzlich eine Lücke hinter mir und nur mit Fumeaux als Kontrolleur im Schlepptau fuhr ich der Gruppe wiederum im Alleingang davon und holte Reichenbach fast ein. Als dann der dritte Atlas-Athlet Laurent Beuret von hinten auch noch alleine heranfuhr, konnten die Atlas-Leute mich regelrecht „auseinandernehmen“ und hängten mich dann am Berg ab. So holten sich Atlas-Personal einen beeindruckenden 3-fach Sieg in der Reihenfolge Fumeaux-Reichenbach-Beuret. Mit Sven Schelling vom VC Mendrisio konnte ich mich trotz des vorherigen Efforts lange etwa eine halbe Minute hinter dem Trio behaupten - nicht zuletzt auch dank der starken Leistung von Sven Schelling. So wurde ich 4. beim diesjährigen GP Pfaffnau und muss zugestehen, dass heute nicht mehr drin lag bei dieser Unterzahl-Rennkonstellation. So gesehen kann mit dem ersten Platz neben dem Podest nicht von einer undankbaren Platzierung gesprochen werden – Vielleicht eine leise Enttäuschung, aber wie gesagt führe ich dies nicht auf die mangelnde Leistungsfähigkeit zurück. - Teamkollege Marcel Aregger wird noch guter 6.

Resultate GP Pfaffnau:
1. Jonathan Fumeaux
2. Sebastién Reichenbach
3. Laurent Beuret
4. Bernhard Oberholzer +1:03
5. Sven Schelling, gl. Zeit
6. Marcel Aregger (Price) +1:51
weiters von Price:
12. Daniel Henggeler +6:57
17. Joel Eglin +13:54

Vollständige Resultate



Schon in der 3. von 20 Runden wurde bei diesen von Hitze geprägten Meisterschaften das Feld in viele Stücke zerrissen und ich hatte es verpasst, mich in den vordersten Positionen zu behaupten. Bei der Zielpassage in Kirchdorf fuhr ich in der zweiten Gruppe mit. Hier wurde aber zu wenig energisch gefahren um sofort das Loch zur Spitze zu schliessen, weil sich zu viele nicht an der Führung beteiligten. Dadurch schlich die 15er-Spitze um jenste Favoriten wie Cancellara, Albasini, Elmiger oder Zaugg auf bald über eineinhalb Minuten davon.

Bild:
August Widmer

















Lange gehörte ich in der Gruppe um die BMC-Leute Simon Zahner (links) und Mathias Frank zu ärgsten Verfolgern der Cancellara-Spitze.  


In unserer ca 15 Mann grossen Gruppe wurde erst richtig schnell gefahren, als sich die Gruppe auf 7 Fahrer reduzierte zusammen mit den beiden BMC-Racern Simon  Zahner und Mathias Frank. Auf eine Minute kamen wir nochmals heran an Cancellara und Co, aber vorne kontrollierten sie den Abstand und unsere Unterzahl stellte sich bald als erheblicher Nachteil heraus, insbesondere gegen eine Gruppe vorne, die aus vielen absoluten Top-Cracks des Schweizer Radsports bestand.
Ich verlor den Kontakt zu meiner Gruppe dann auch noch weil diese unsinnigerweise nochmals gesprengt wurde, als das Rennen für uns schon gelaufen war. Ich war bei diesem Abnützungskampf nah am Aufgeben, weil dann noch eine Gruppe von hinten um meine früher zurückgefallenen Teamkameraden Schmäh und Henggeler heranfuhr, beendete ich das Rennen doch noch. Ein ernüchtender 20. Platz ist das Resultat. Mit klar höheren Erwartungen bin ich bei diesen Meisterschaften ins Rennen gestiegen. Durchaus hätte gestern mehr drinliegen können, hätte ich die Kräfte anders einsetzen können.   

Nach 2009 wurde Fabian Cancellara erneut Schweizer Meister vor den beiden BMC-Fahrern Steve Morabito und dem neuen Zeitfahren-Schweizermeister Martin Kohler.
Bei der Elite National holte sich Mirco Saggiorato das Meistertrikot.

Rangliste Schweizer Meisterschaften Kirchdorf



Die Organisatoren der Landesmeisterschaften im Einzelzeitfahren vom VC Pfaffnau-Roggliswil haben sich eine sehr anspruchsvolle Strecke einfallen lassen. 2x20.5km auf einer Runde mit zahlreichen technischen Richtungsänderungen und stetigem auf und ab machten es für die Athleten schwierig, einen guten Rhythmus zu finden. 








Über 600Hm galt es über die 41km lange Strecke zu bewältigen. Für ein Zeitfahren eine anspruchsvolle Aufgabe.

Ungünstigerweise musste ich die Strecke als erster in Angriff nehmen und hatte so keine Orientierung gegen vorne. Bis in der zweiten Runde nach ca 28km der Geox-Profi Marcel Wyss mich in der Steigung überholte. So hatte ich einen starken Zeitfahrer plötzlich als Richtwert vor mir und erstaunlicherweise konnte ich seine Pace einigermassen übernehmen, was für die Schlussphase eine enorme psychologische Hilfe darstellte und ich das Gefühl hatte, dass meine Zeit nicht so schlecht sein konnte.
Als erster Ankömmling im Ziel stellte ich gezwungenermassen vorerst Bestzeit auf. Diese Bestzeit hielt dann den gestoppten Werten der Gegner sehr lange Stand. Erst die Zeiten der BMC-Profis Martin Kohler und Mathias Frank, Geox-Fahrer Marcel Wyss und dem Tessiner Rubens Bertogliati übertrafen dann meine Marke deutlich. Ich wurde bei diesen Schweizermeisterschaften im Kampf gegen den Sekundenzeiger überraschend auf dem 5. Rang geführt direkt hinter oben genannten Professionals mit Kohler als Schweizermeister, Wyss Silbergewinnerund Frank auf dem 3. Platz. Besonders freut mich, dass ich der stärkste Elite-Fahrer (Nicht-Pro bzw. Professional Pro) war und meine Form erneut bestätigt habe. 
Ins Trikot für den nationalen Meister der Elite-National durfte sich allerdings wie bereits im Vorjahr der Sechstage-Spezialist Alex Aeschbach trotz einer kürzlich erlittenen Verletzung an der Nase einkleiden lassen, denn Price-Your Bike wird mit dem Continental-Status als internationales Team taxiert.


Rangliste Zeitfahren Schweizer Meisterschaften Pfaffnau



Am Sonntag stand ich erneut am Start in Gippingen, beim UCI Profirennen GP des Kantons Aargau. Das Traditionsrennen führte über181km insgesamt 15mal über den Anstieg zum Loorholz, dreimal mehr als tagszuvor beim Elite-Rennen. In der ersten Hälfte hatte ich etwas Mühe vom Effortam Samstag. Je länger das Rennen, umso besser kam ich in die Gänge und waröfters vorne präsent.

Bild:
August Widmer

Bei der zweitletzten Überquerung des Bergpreises war ich gar als 3. des Feldes oben. Weil Eingangs der letzten Runde meine Muskeln zu zucken anfingen, hatte ich Angst, dass mich Krämpfe lähmen könnten. Im allerletzten Anstieg hielt ich bis zum oberen steilen Stück gut mit, ehe ich dann explodierte und den Kontakt verlor. In der dritten Gruppe wurde ich als guter 21. nur 46 Sekunden hinter Sieger Michael Albasini klassiert. Für mich mit dem Sieg beim Eliterennen und der guten Leistung beim Profirennen ein gelungenes Wochenende! 


No hay 2 sin 3 – schrieb mir ein spanischer Freund neulich. – und er sollte recht behalten!

Der GP Gippingen zählt traditionsgemäss zu einem der härtesten Rennen im Schweizer Elite-Kalender. Schon im dritten Umgang von zwölf zu bewältigenden Runden mit dem anspruchsvollen Anstieg zum Loorholz wurden die vier Minuten früher gestarteten Amateure eingeholt.

Bild:
August Widmer



Bei der Zieldurchfahrt auf die letzte Runde betrug der Vorsprung geringe 30 Sekunden. Zuwenig für 10km. Mit allen Reserven baute ich den Abstand bald auf über 1min auf 1:30 aus.

Den vorentscheidenden Angriff haben wir von Price verschlafen aufgrund eines Sturzes im Feld und so befand ich mich plötzlich zwischen Spitze um Lokalmatador Christian Heule  und dem Feld. Zu dritt musste ich den Hauptteil der Führungsarbeit verrichten, da ich mit Moreno Angst einen EKZ-Teamkollegen von Heule im Schlepptau hatte. Die Gruppe umfasste bei Rennhälfte neun Fahrer, darunter ganze vier EKZ-Racing-Fahrer. So schien für mich die Sache um den Sieg fast aussichtslos, denn die Gruppe trennte sich immer wieder und jedes Mal hingen sich die EKZ-Fahrer hinten dran, sobald einer ihrer Kollegen versuchte wegzufahren.

Bild:
August Widmer

So attackierte im zweitletzten Anstieg Remo Schuler (EKZ). Ich reagierte und konterte sofort mit einem noch härteren Antritt und distanzierte die Gruppe tatsächlich bis zum Bergpreis um mehr als 20 Sekunden. So ging es um alles oder nichts und ich fuhr alleine auf die letzte Runde, baute den Vorsprung zuerst auf eine Minute, dann auf über 1:30 aus. Offensichtlich waren die Gegner auch nicht mehr frisch und auch uneinig. Ich konnte die letzten Kilometer richtig geniessen. Ein super Gefühl, sich alleine feiern lassen zu können bei der Zieleinfahrt. Mein bisher eindrücklichster Erfolg! „No hay 2 sin 3“ – mein dritter Saisonsieg.

Bild:
August Widmer















Siegerehrung mit Lokalmatador Christian Heule (li, 2.), Bernhard Oberholzer und Remo Schuler

Bild:
August Widmer





































Der 57. Auffahrts-Klassiker Silenen-Bristen mit rund 300m Höhendifferenz endet mit dem ersten Saisonsieg für Mannschaftsgefährte Elias Schmäh. Er sprengte die Spitze des Rennens mit allen Favoriten in der steilen Rampe auf den letzten 1000m. Auf diese Tempoverschärfung konnte einzig EKZ-Racing-Fahrer Mirco Saggiorato reagieren.

Am Rad von Mendrisio-Legionär Roger Devittori im letzten steilen Stück.















Bild:
Michael Peter

Ich befand mich unweit dahinter und auf den flacheren 300m holte mich eine grössere Gruppe um Vorjahressieger Tobias Lussi ein. Sofort hängte ich mich an sein Rad und gewann den Sprint derGruppe um Platz drei mit 6 Sekunden Rückstand auf Schmäh. Nachdem mir bei derTour de Gironde (Bordeaux) ein Topresultat verwehrt blieb, konnte ich mich somit einem guten 3. Rang zurückmelden.  

Siegertrio mit Mirco Saggiorato (EKZ), Sieger Elias Schmäh, und Bernhard Oberholzer 








Bild:
Michael Peter





































Bild:
Michael Peter

Rangliste Bergrennen Silenen-Bristen
1. EliasSchmäh (Price-Your Bike)

2. MircoSaggiorato, gl. Zeit
3. Bernhard Oberholzer +0:06

4. Tobias Lussi+0:07
5. Marco Arnold+0:07
Weiters die Price-Athleten:

7. Marcel Aregger +0:09
14. Daniel Henggeler +0:27
30. Patrick Schelling +1:15

Komplette Rangliste

Bergfahrer-Teamgefährte Elias Schmäh mit dem schönen Blumenbouquet beim Interview.











Bild:
Michael Peter


Das letzte Teilstück der Tour de Gironde führte über 172km und beinhaltet einen 3 Mal zu fahrenden verwinkelten und welligen  Finalcircuit von 7km. Nachdem das Rennen eher unruhig verlief und nach Rennhälfte sich ca 40 Mann ohne den Gesamtleader abtrennten, war es durchwegs schnell, bis alles wieder zusammenlief 25km vor dem Ziel. Ich versuchte es dann mit einer Attacke und zu viert setzten wir uns ab, wurden bald aber wieder eingeholt, weil im Feld die Nachführarbeit organisiert war. Im Finale verzichtete ich auf meine eigenen Ambitionen und pilotierte Teamkollege Marcel Aregger auf den letzten 20km immer in den vordersten Positionen. Weil ich der einzige der Mannschaft war, der noch helfen konnte, musste ich einen unglaublich langen Sprint für Aregger fahren, welcher dann guter 7. wurde. In der Zielkurve war ich am äussersten Limit und rutschte gar, weil Konkurrenten den Weg abschnitten.  Ich selbst wurde noch auf Position 22 durchgereicht. Mit meiner Leistung an der Tour de Gironde bin ich zufrieden, leider schaute kein persönliches Resultat heraus, doch die Plätze 2 und 6 von Aregger sind sehenswert.  


Heute fühlte ich mich erneut stark und war öfters präsent. Die Etappe hatte viele kürzere Anstiege, enge Strassen und hundert Richtungsänderungen. Auf den letzten Kilometern sprang der vor mir fahrende Athlet über ein grosses Schlagloch und konnte bei 60km/h unmöglich reagieren. Folge davon war ein Platten 6km vor dem Ziel und damit trotz guten Beinen für das Finale das Rennen für mich natürlich gelaufen. Dafür glänzte Teamkollege Aregger im Finale und erreichte den sensationellen 2. Rang dieser Etappe!


Bei der 1. Etappe der Tour de Gironde wurde trotz Wind ein hoher Schnitt von 46km/h an den Tag gelegt. Diverse Male war ich für kurze Zeit in der Spitze, kam aber nie entscheidend weg in diesen Gruppen. Auf den letzten 40km bildete sich eine grosse Gruppe von 22 Leuten, von uns nur Joel Eglin mit dabei. Die Gruppe erreichte das Ziel 31 Sekunden vor dem Hauptfeld, ich selbst irgendwo mittendrin. Eine gute Leistung heute trug keine Früchte und deswegen bin ich nicht ganz zufrieden. Rang 65 von mir, Joel Eglin liegt mit Etappenrang 16 vom Team Price-Your Bike an aussichtsreichster Position in der Gesamtwertung.

Resultat 1. Etappe Tour de Gironde
1. Fabien Patanchon

16. Joel Eglin +0:01
45. Daniel Henggeler +0:31
65. Bernhard Oberholzer +0:39
72. Lionel Wüst
81. Lukas Kalt
88. Marcel Aregger +0:46


In der Region Bordeaux findet vom 27.5.-29.5.2011 das dreitägige internationale Etappenrennen "Tour de Gironde" statt, die zum UCI Europe-Tour Kalender zählt. Die Etappen sind flach bis hügelig mit Längen zwischen 170 und 180km. In der Atlantikreigon muss mit Wind gerechnet werden, was trotz des eher flachen Profils zu Abständen führen kann.


Durch den Sieg vom letzten Wochenende springe ich in der neuen Schweizer Rennserie "Tour de Suisse-Cup" mit einem Satz auf Position 2 nach vorne, einen Zähler hinter Leader Pirmin Lang (Team Atlas-Personal)

Gesamtwertung Tour de Suisse-Cup (3/8 Rennen)
1. Pirmin Lang (Team Atlas) 94 Punkte
2. Bernhard Oberholzer (Team Price) 93
3. Daniel Henggeler (Team Price) 78
56 Fahrer haben bereits Punkte geholt



Auf dem sehr verwinkelten Parcours mit 17x 9.5km und einer Totaldistanz von etwas über 160km mit einem schleichenden Anstieg wird der GP Cham-Hagendorn oft unterschätzt. Eine gute Ausgangslage war am Anfang geschaffen, als mein Teamkollege Samuel Horstmann in einer 3er-Gruppe vor dem Feld fuhr, allerdings mit geringem Abstand. In der 5. Runde konnte ich mit Teamkollege Marcel Aregger und einigen nach vorne aufschliessen, sodass die Gruppe 9 Fahrer umfasste.

Bild:
Willy Knobel















Feier des Doppelsieges mit Marcel Aregger (li), Bernhard Oberholzer und Atlas-Fahrer Jonathan Fumeaux.

Das ganze Rennen war geprägt von starkem Wind und schwankendem Vorsprung mit verschiedenen Verfolgergruppen, die Differenz pendelte zwischen unter einer und eineinhalb Minuten. So glaubte ich erst Eingangs letzte Runde mit 50 Sekunden Abstand gegen hinten an ein erfolgreiches Unterfangen. In der Schlussphase versuchte ich am Berg die Gruppe zu sprengen, konnte dann sogar auf den Konter von Jonathan Fumeaux (Team Atlas-Personal) mit Mühe reagieren, aber dann doch zu ihm aufschliessen. Hinten verfolgten uns noch die restlichen 3 Fahrer der ursprünglichen Spitzengruppe mit Marcel Aregger als meinen Bodyguard dabei. Weil der Abstand gering war und die Attacken viel Energie kosteten, kamen die drei 1000m vor dem Ziel nochmals heran und überholten uns. Als letzter dieser 5er-Gruppe lancierte ich von hinten den langen Sprint und zog souverän durch! Nach dem GP Ägerisee-Sieg vor einer Woche nun auch ein Sieg bei einem Strassenrennen! Und dass Mannschaftsgefährte Marcel Aregger als 2. wie schon in Ägerisee zusammen mit mir auf dem Podium stand, freut mich umso mehr! Samuel Horstmann, lange ebenfalls in der Spitze, verdanken wir genauso dieses Resultat, er rettete sich als guter 8. ins Ziel. 



Bei Rennhälfte setzte der prognostizierte Regen ein, allerdings nur für eine Runde. Der Wind allerdings verzog sich nicht.

Bild:
Willy Knobel
















In der Entscheidung setzte ich mich in der 5er Gruppe deutlich durch und Teamkollege Marcel Aregger komplettierte bravourös als Zweiter.



Trotz Hagelregen eine Stunde vor dem Elite-Start begann der GP Raiffeisen Oberwangen mit Sonne und trockenen Strassen! Nachetwa einem Renndrittel wurde durch die forsche Fahrweise des Elite-Feldes die 4Minuten Zeitvorgabe der Amateure bereits wettgemacht. Weil unsere Taktik auf einen Massensprint ausgerichtet war, liessen wir keine Gruppe wegfahren.

Auf die letzte der zwölf Runden löste sich eine Fünfergruppe mit Pirmin Lang, Mirco Saggiorato, Kilian Moser, einem Koreaner und mir. Immer in Sichtweite des Feldes war erst auf den letzten 2 Kilometern klar dass, wir den Sieg unter unsausmachen würden. Auf der Zielgerade wurde es zwischen den ersten 3 Plätzenganz eng und auf den letzten Metern konnte der Team Atlas-Sprinter Pirmin Langmich und Mirco Saggiorato noch abfangen. Sieg knapp verpasst, ein toller 2.Platz bei meinem Thurgauer Heimrennen im Hinterthurgauer Tannzapfenland. Das Feld war auch schon zur Stelle und hätte uns beinahenoch eingeholt. Teamkollege Marcel Aregger, gestern bereits auf dem Podest,wurde sehr guter 5. und damit erster des Hauptfeldes.

Ergebnis GP Oberwangen:
1. Pirmin Lang 2:41:50  (45.8km/h)
2. Bernhard Oberholzer, gleiche Zeit
3. Mirco Saggiorato
4. Kilian Moser
5. Marcel Aregger (Price)
alle Price-Fahrer:
9. Jan Keller
22. Patrick Schelling
33. Samuel Horstmann
35. Lukas Kalt
37. Ivan Boutellier
42. Daniel Henggeler
48. Elias Schmäh
49. Joel Eglin
87. Nicolas Schnyder
88. Lionel Wüst
97. Andreas Rutishauser, alle im Feld  

vollständige Resultate


Bild:
Michael Peter


















Mit meiner Attacke kurz vor dem Ziel setzte ich mich klar durch beim GP Ägerisee.

Bei strömendem Regen wurde in Unterägeri zum Bergrennen GP Ägerisee gestartet. Ideal positioniert nahm ich die 6km lange Steigung an vierter Position in Angriff und war so jederzeit reaktionsfähig. Nach halber Distanz attackierte Teamkollege Elias Schmäh und ich konnte ihm wenig später als einziger folgen mit sogleich einem grösseren Abstand auf den Rest des Feldes. Auf dem Zwischenplateau konnten wir so ein „Paarzeitfahren“ veranstalten, denn der Windschatten spielte dort im Gegenwind eine grosse Rolle. Hinten lancierte derweil Raymond Küenzli (EKZ-Racing Team) die Aufholjagd. Die steilen letzten 1000m sorgten für ein packendes Finale. 500m vor dem Ziel holte uns Küenzli zusammen mit 8 weiteren Fahrern ein und übernahm sogleich das Zepter. Ich konnte mich trotz des Efforts vorhin gleich an dritter Position hinter dem einheimischen Teamkollegen Marcel Aregger einreihen und die Pace übernehmen. 250m vor dem Ziel attackierte ich entschlossen und steuerte auf die letzte Rechtskurve zu. Mit einem kräftigen Antritt zog ich den Sprint durch und erreichte so den ersten Saisonsieg! Teamkamerad Marcel Aregger fuhr sensationell auf Platz 3.

Bild:
Michael Peter
 








Siegerehrung mit Raymond Küenzli (li), Bernhard Oberholzer und Marcel Aregger. Die Siegerehrung wurde glücklicherweise in die warme Halle verlegt!


Bild: Willy Knobel

Bergpreis-Sieger

Bei der Berner Rundfahrt bildete sich schon kurz nach dem Start eine 9 Fahrer umfassende Spitzengruppe mit mir und Teamkollege Daniel Henggeler, die sich eine Runde später um einige Fahrer vergrösserte, und wir mit Jan Keller zu dritt vertreten waren. Ich überquerte den Bergpreis auf dem Frienisberg viermal als erster und entschied so das Bergpreisklassement mit grossem Vorsprung für mich.















Sprint um die Bergpreispunkte


Nach Rennhälfte und einem eher geringen Vorsprung von 1-2 Minuten war in der Gruppe Uneinigkeit vorherrschend. Pirmin Lang setzte sich alleine ab und es dauerte, bis eine Nachführaktion zustande kam, weil niemand die Arbeit übernehmen wollte. Teamkollege Daniel Henggeler übernahm diesen Teil und leistete grossartige Hilfe. Auf den letzten 15km splittete sich die Gruppe noch bevor Lang wieder gestellt wurde. Leider war ich nachher isoliert und versuchte auf den letzten 1500m mit einer Attacke wegzukommen. Es sah zuerst gut aus, doch dann reagierte die Atlas-Personal-Überzahl und im Sprint wurde ich so noch 6. Zufrieden kann ich mit dem Resultat nicht sein, fühlte mich sehr stark. Gewonnen hat das Rennen Pirmin Lang.


Berner Rundfahrt 169.75km

1. Pirmin Lang 4:05:18
2. Natanel Berhane
3. Mirco Saggiorato

6. Bernhard Oberholzer, alle gl Zeit.
alle Price-Fahrer:
11. Daniel Henggeler +1:23
13. Loïc Aubert gl. Zeit
21. Marcel Aregger +1:49
23. Nicolas Schnyder
29. Elias Schmäh, beide gl. Zeit
33. Joël Eglin +2:57
41. Lionel Wüst gl. Zeit
54. Jan Keller +3:05
57. Samuel Horstmann gl. Zeit
62. Andreas Rutishauser +8:09


Die traditionelle Berner Rundfahrt rund um Lyss ist ein mit hohem Stellenwert versehenes Rennen im Schweizer Elite-Rennkalender. Mit fast 170km ist es zugleich eines der längsten. Weil vom Frienisberg noch 25km bis ins Ziel fehlen, kommen Fahrer mit unterschiedlichsten Qualitäten für den Sieg in Frage.

5 Runden à 33.95km = 169.75km
Haupthindernis Frienisberg 280 Hm mit Bergpreiswertung

www.berner-rundfahrt.ch


Die im Liechtensteinischen Mauren stattfindende Prüfung war unterteilt in ein 55km langes Kriterium (alle 5 Runden Punktewertung) und ein Ausscheidungsfinale der besten 15. Mit einer angriffigen Laune sicherte ich mir schon früh im Kriterium die nötigen Punkte für die Final-Qualifikation mit Rang 3. Teamkollege Henggeler holte sich die doppelten Punkte in der Zielwertung und stand somit mit seinem Qualifikationssieg auf der Pole Position, Lukas Kalt schaffte es ebenfalls in die Top 15.


















Schon im Qualifikationslauf auf Angriff

















Podest mit Bernhard Oberholzer (links), Sieger Marco Lippuner (mitte) und Teamkollege Daniel Henggeler









Im Ausscheidungrennen (jede Runde scheidet der Letzte aus dem Rennen aus) attackierte Lokalmatador Marco Lippuner (Team Hörmann). Ich vermochte als einziger zu reagieren und schloss zwei Runden später zu Lippuner auf, derweil hinten das Finalisten-Feld jede Runde kleiner wurde. Wir fuhren zusammen eine komfortable Differenz von über 30 Sekunden heraus und machten den Sieg unter uns aus. Eine Attacke von mir brachte keine Entscheidung. An idealer 2. Position machte ich in der letzten Kurve allerdings einen Fahrfehler und der Sieg war weg. Dennoch bin ich nach dieser aktiven Darbietung sehr zufrieden mit meinem Rennen. Lippuner meinte nach dem Rennen, er kenne hier eben jeden Zentimeter. Erfreulicherweise komplettiert Teamkollege Daniel Henggeler das Podest als Dritter.  


















Im Finale konnte ich mit Lippuner zusammen den entscheidenden Abstand herausfahren

Resultate Kriterium Mauren:  
Ausscheidungsfinale:
1. Marco Lippuner
2. Bernhard Oberholzer
3. Daniel Henggeler (Price)
4. Joël Frey
5. Christian Eminger  
weiters:
12. Lukas Kalt (Price)

vollständige Resultate


















Beim Ostermontag-Rennen Schwarzhäusern mit einer 3.15km kurzen Runde und 100km wurde von den über 140 Startern ein horrendes Tempo angeschlagen. 3'20 Minuten mussten auf die Amateure aufgeholt werden, die ihrerseits den Vorsprung nutzen wollten. Nach ungefähr 70 Runden schaffte es nur eine Handvoll Elitefahrer, darunter Teamkollege Jan Keller, zum arg dezimierten Amateurfeld aufzuschliessen. Erst 10km vor dem Ziel gelang der Anschluss an die Rennspitze auch mir zusammen mit dem zur Zeit beeindruckend stark fahrenden EKZ-Racing-Fahrer Raymond Künzli. Die Aufholjagd kostete aber viel Energie. 1000m vor dem Ziel holte ich dann einen Angreifer zurück, damit die Situation ideal war für den Sprint für Keller. Und tatsächlich setzte Jan im Sprint meine Vorarbeit ideal um und sorgte für den ersten Saisonsieg für das Price-Team! Ich rollte noch als 15. über die Linie, denn nach der Vorarbeit hatte ich meine Körner verschossen.
Ich freue mich über unsere tolle Leistung an diesem von schönen Wetterverhältnissen geprägten Osterwochenende.

Rangliste Rundstreckenrennen Schwarzhäusern: 100.8km
1. Jan Keller (Price) 2:21:13 (42.828km/h)
2. Joël Frey
3. Natnael Berhane Teweld
Die Price-Fahrer:
15. Bernhard Oberholzer (alle gl. Zeit)
32. Daniel Henggeler +1:32
43. Samuel Horstmann +2:47
45. Joël Eglin gl. Zeit
53. Ivan Boutellier +3:02

Vollständige Resultate


Die drei Dominatoren des GP Osterhas: Pirmin Lang (links), der Deutsche Ex-Profi Sven Krauss (mitte) und Bernhard Oberholzer



Bild: Karl-Heinz Lutz

Nach gut 20 der 100 zu absolvierenden Runden konnte ich nach einer grossen Sprintwertung mit vier weiteren Fahrern, Sven Krauss, Pirmin Lang, Christian Eminger und Joël Frey dem Feld davon fahren. So lagen wir lange Zeit an der Spitze des Rennens, obwohl die Gruppe nicht so gut harmonierte. Es zeichnete sich immer mehr ab, dass Sven Krauss der stärkste Sprinter war und das Rennen dann auch gewann. In der Schlussphase wurden wir jedoch vom Feld wieder eingeholt. Bis auf die letzte, doppelt zählende Wertung war Rang 2 in Griffnähe, Pirmin Lang holte dann aber beim Zieleinlauf mehr Punkte als ich. So durfte ich von Platz 3 vom Treppchen winken. Traditionsgemäss erhielten die Podestfahrer keine Blumen, sondern jeder ein schöner Schoggihase.

Resultate GP Osterhas:
1:57:22 (45.371km/h)
1. Sven Krauss 77 Punkte
2. Pirmin Lang 67
3. Bernhard Oberholzer 64
weiters die Price-Fahrer:
6. Jan Keller 21
7. Daniel Henggeler 19
15. Samuel Horstmann 4
29. Lukas Kalt 1
34. Ivan Boutellier


Bild: August Widmer

Bild: August Widmer

Bild: August Widmer



Auch bei der 32. Ausgabe des GP Osterhas in Affoltern a. Albis winkt dem Sieger ein riesiger Schokoladenhase als Trophäe. Die Fahrer brettern auf einer Distanz von 90km 100mal um den Kriterium-Rundkurs. Dabei gibt es alle 10 Runden Wertungssprints mit Punkten für die ersten fünf. Speziell am Osterhasen-GP ist, dass es jede Runde für die beiden ersten ebenfalls Punkte gibt, nämlich deren 2 bzw. 1.
So wird das Rennen animierter. Bei der diesjährigen Austragung meldete sich ein stark besetztes Elite-Feld zum "Punktepoker" in Affoltern.


Schon am frühen Morgen nach 9 Uhr wurde der Start freigegeben zu dem 141km langen GP Lancy mit einem Handicap für die Elite von 7 Minuten auf das Amateurfeld. In der dritten von vier Runden konnte die Lücke zu den Amateuren zugefahren werden und das Rennen war richtig lanciert. Der Anstieg mit der folgenden Fläche oben war zuwenig selektiv, denn obwohl unser Team Price zusammen mit dem Team Atlas-Personal durch eine Tempoverschärfung versuchte, das Feld zu sprengen, konnte vielen den Anschluss behalten.






















In der Folge versuchte ich mit diversen Attacken und Fluchtversuchen, die teilweise ganz vielversprechend waren, die Flucht nach vorne, unter anderem auch mit dem späteren Sieger Laurent Beuret. Erst kurz vor dem Ziel konnte sich die entscheidende Gruppe lösen, mit dabei Teamkollege Henggeler. Mit wenigen Sekunden Vorsprung rettete sich diese Gruppe ins Ziel und Daniel Henggeler fuhr auf den sehr guten dritten Platz.
Im Hauptfeld kam es zum Massensprint, wobei durch eine Baustelle bis 500m vor dem Ziel die Situation äusserst "kriminell" war und im letzten Kreisel prompt einige in den vordersten Positionen einen Crash verursachten. Weil meine Position nicht perfekt war und behindert durch den Sturz kam ich als eher enttäuschender 26. ins Ziel. Nebst dem Podestplatz unserer Mannschaft sehe ich es positiv, dass ich mich stark fühlte an diesem Rennen, auch ohne Resultat.

GP Lancy 141km

1. Laurent Beuret (Atlas Personal)
2. Nicolas Baldo (Atlas Personal) gl. Zeit
3. Daniel Henggeler (Price) +3''
alle Price Fahrer:
7. Joël Eglin +10''
8. Jan Keller
12. Nicolas Schnyder
26. Bernhard Oberholzer
37. Ivan Boutellier
44. Samuel Horstmann
62. Elias Schmäh, alle gl. Zeit

vollständige Resultate GP Lancy
unter "Amateure-Elite-Masters"
 


Im Jahr 2005 wurde zum letzten Mal der ARIF-Cup (am Radsport interessierte Firmen) durchgeführt. Neuerdings wird in der Schweiz wieder eine Art Strassenrennserie ins Leben gerufen, der Tour de Suisse-Cup. Diese Serie von 7 Strassenrennen und einem Mannschaftszeitfahren soll den Radsport in der Schweiz wieder attraktiver machen. Bei diesem Cup wird anhand eines Punkteschemas nach jedem Rennen ein Gesamtleader ermittelt, der am darauffolgenden TdS-Cup Rennen ein Leadertrikot trägt.
Der Startschuss zum ersten Rennen des Tour de Suisse-Cups wird am kommenden Sonntag beim GP Lancy abgefeuert. Das am äussersten Zipfel der Westschweiz ausserhalb Genfs stattfindende Rennen über eine 35.4km lange Runde mit welligem Profil wird bereits zum 46. Mal veranstaltet.

Mehr Infos zum TdS-Cup auf der Homepage der Tour de Suisse






GP Lancy




Auf der 4. und letzten Etappe auf Mallorca suchte in der Anfangsphase eine 7-köpfige Gruppe das Weite, nachdem das Feld aufgrund eines Sturzes für einige Kilometer in zwei Teile gerissen war. Die Etappe war sonst geprägt von der Nachführarbeit der Leadermannschaft Endura-Racing. Wenige Kilometer vor dem Ziel wurden die Flüchtlinge zurückgeholt und es kam erwartungsgemäss zum Spurt des Feldes. Die gefährliche letzte Kurve brachte mich um einige Positionen, jedoch konnte ich mit Teamkollege Loïc Aubert am Hinterrad auf der Zielgerade viele Positionen gutmachen, wobei er aber durch zurückfallende Fahrer behindert wurde. Für mich reichte es für den guten 12. Rang, Teamkollege Marcel Aregger schaffte es mit dem erfreulichen 8. Rang gar in die Top 10. 

Resultate 4. Etappe S'Arenal - Playa de Palma 144.0km
1. Schäfer Stefan 3:14:30
2. Pacheco Torres Francisco
3. Tolles Joachim
die Price-Fahrer:
8. Aregger Marcel
12. Oberholzer Bernhard
14. Aubert Loïc
19. Schnyder Nicolas
27. Kalt Lukas
41. Henggeler Daniel (alle gleiche Zeit)
135. Rutishauser Andreas +0:17

Tages-Teamklassement:
1. Price - Your Bike

GESAMTWERTUNG Cinturón a Mallorca nach 447.5km
1. Iker Camaño 10:21:21 (43.212km/h)
2. Tadej Valjavec +0:32
3. Ian Bibby +0:58
die Price Fahrer:
11. Bernhard Oberholzer +4:26
21. Nicolas Schnyder +7:24
22. Daniel Henggeler +7:34
43. Marcel Aregger +15:16
45. Loïc Aubert +15:28
104. Lukas Kalt +29:30
111. Andreas Rutishauser +30:31

GESAMT PUNKTEWERTUNG:
1. Ian Bibby 55 Punkte
2. Iker Camaño 48
3. Stefan Schäfer 41
9. Bernhard Oberholzer 20
19. Marcel Aregger 10
34. Loïc Aubert 5

FAZIT des "Cinturón a Mallorca"

Im Prologzeitfahren konnte ich den Zeitschaden in Grenzen halten. Auf der Bergetappe an Tag 2 war ich trotz gutem Gefühl am 16km langen Puig Major nicht in der Lage, mit den ganz starken Bergfahrern mitzuhalten und kassierte als 20. fast vier Minuten. Auf Etappe 3 holte ich gegenüber vielen wieder drei Minuten zurück und holte mit Rang drei sogar UCI-Punkte. Am letzten Tag änderte sich erwartungsgemäss nichts mehr in der Gesamtwertung. So beendete ich diese Rundfahrt auf dem guten 11. Gesamtrang. Auf der dritten Etappe bin ich mit den besten der Rundfahrt um den Etappensieg gefahren. Mit einer vergleichbaren Leistung schon am 2. Tag wäre eine Platzierung ganz vorne im Gesamtklassement im Bereich des Möglichen gewesen. So komme ich aber dennoch zufrieden mit meinem Auftritt von der Balearen-Insel zurück.



Sprint um den Etappensieg der 3. Etappe (2. von links)










Die 3. Etappe hatte mit 2 Hindernissen, dem Anstieg nach Valdemossa und dem Coll de Sóller (diesmal von der anderen Seite) gewissen Selektionscharakter. Auf Ansage schaffte ich es tatsächlich in die Spitzengruppe (mit 15 Fahrern), die sich nach 40km bildete. Am zweiten Anstieg den Sóller hinauf kam das stark dezimierte Feld immer näher und holte uns beim Bergpreis ein. In der Abfahrt entstanden Lücken und unten auf der Fläche bildete sich wieder ein Gruppe à 9 Mann, in der ich erneut mit dabei war sowie 3 der ersten 10 der Gesamtwertung. Auf den letzten flachen 50km fuhren wir ein derart hohes Tempo, dass das noch 40 Mann starke Hauptfeld an Zeit verlor. Im Finale kam es zum Sprint in unserer Gruppe und ich fuhr auf den sehr guten 3. Platz! Meine Antwort auf die vermasselte Chance am letzten Sonntag beim GP Fully. Weil wir mit 3 Minuten Vorsprung auf das Hauptfeld ankamen (fast 44km/h im Schnitt), machte ich einen Sprung im Gesamtklassement von Position 25 auf Rang 11. Mit ein paar Sekunden mehr Abstand hätte es für die Top 10 gereicht.  

Resultate 3. Etappe:
1.Bibby Yan 3:21:46
2.Hoffman Erik
3. Oberholzer Bernhard (gl. Zeit)
Die Price Fahrer:
13. Aubert Loïc +3:01
14. Aregger Marcel
25. Schnyder Nicolas
27. Henggeler Daniel (alle gl. Zeit)
64. Kalt Lukas +10:17
96. Rutishauser Andreas +10:25  

Gesamtwertung: Positionen der Price-Fahrer
11. Bernhard Oberholzer +4:26
23. Nicolas Schnyder +7:24
26. Daniel Henggeler +7:34
46. Marcel Aregger +15:16
49. Loïc Aubert +15:28
107. Lukas Kalt +29:30
113. Andreas Rutishauser +30:14  

Vollständige Resultate



Vor dem Start guter Dinge


Über den Coll de Sóller dezimierte sich das Feld schon nach 75km etwas und unten in den 16km langen Hauptanstieg des Puig Major griff der Leader Belda gleich persönlich an und sprengte das restliche Feld. Mir lief es nicht ganz wie ich es mir vorgestellt hatte, kam aber einigermassen über den Puig Major. Vorne ging es in einer 4er-Gruppe um den Sieg, weitere 9 Fahrer dazwischen und danach traf unsere Gruppe mit ca 30 Leuten, also das restliche Hauptfeld im Ziel nach 148.5km ein. Teamkollege Henggeler als 17., ich als 20. und Schnyder als 31. waren in dieser grösseren Gruppe vertreten. In der Gesamtwertung machte ich einen Sprung und befinde mich jetzt auf Platz 25. Da wir aber doch fast 4 Minuten Rückstand kassierten, ist das Gesamtklassement für alle Fahrer unserer Mannschaft wohl kein Thema mehr. Gewonnen hat diese Etappe der Spanier Iker Camaño Ortuzar vor Valjavez, Willman und dem Gesamtleader Belda.  

Die Ränge der Price-Fahrer:

17. Daniel Henggeler +3:58
20. Bernhard Oberholzer

31. Nicolas Schnyder (beide gl. Zeit)
60. Loïc Aubert +11:35
69. Marcel Aregger (gl. Zeit)
121. Lukas Kalt +18:34 151.
Andreas Rutishauser (gl. Zeit)  

Gesamtwertung Positionen der Price-Fahrer:

24. Nicolas Schnyder +4:38
25. Bernhard Oberholzer +4:41
29. Daniel Henggeler +4:48 59.
Marcel Aregger +12:30 66.
Loïc Aubert +12:42 117.
Lukas Kalt +19:28 143.
Andreas Rutishauser +20:04  

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Mit viel Wind von der Seite war das Prologzeitfahren für die Rennfahrer nicht einfach. Mit einer Zeit von 9:04 für die 7.1km auf dem Ballermann-Strand hin und zurück klassierte ich mich auf Rang 44 bei 190 Startern. Weil einige Wenige exorbitante Zeiten fuhren, beträgt der Rückstand in diesem Rennen gegen die Uhr für mich 43 Sekunden.  

Meine Teamkollegen waren die meisten etwa auf meiner Höhe:
Nicolas Schnyder 9:01
Bernhard Oberholzer 9:04
Daniel Henggeler 9:11
Lukas Kalt 9:15
Marcel Aregger 9:16
Loïc Aubert 9:28
Andreas Rutishauser 9:51

Vollständige Resultate


Beim Cinturón a Mallorca ist eine Liste von 29 (!) Mannschaften gemeldet. Das Einzelzeitfahren entlang des "Ballermann"-Strandes eröffnet die 2011er Ausgabe dieser Rundfahrt. Am 2. Tag mit den Haupthindernissen und bekanntesten Anstiegen auf Mallorca, dem Col de Sóller und dem Puig Major, kann bereits die Vorentscheidung stattfinden. Auch Etappe 3 und 4 sind nicht zu unterschätzen und können Veränderungen in der Gesamtwertung mit sich bringen.

6.4.2011: 1. Etappe: 7.1km Einzelzeitfahren S'Arenal de Llucmajor

7.4.2011: 2. Etappe: 148.5km Port d'Alcúdia - Port Pollença mit Col de Sóller (501m) und Puig Major (1000m) 

8.4.2011: 3. Etappe: 147.9km Playa de Muro mit Valldemossa (360m) und Col de Sóller (501m)

9.4.2011: 4. Etappe: 144km Playa de Palma



"Es wäre möglich gewesen, den GP Fully zu gewinnen oder mindestens unter die ersten drei zu fahren." Nach einer tollen und überzeugenden Leistung bleibt mir Platz 4, der für mich unter dieser Rennkonstellation eher enttäuschend ist. Wie es dazu kam:
Bereits in der ersten Runde nach dem ersten Anstieg und der schnellen Abfahrt bildete sich eine 9 Fahrer umfassende Spitzengruppe mit den beiden Teamkollegen Schnyder und Wüst sowie mit mir dabei. Bald lag der Vorsprung bei über 3 Minuten, aber plötzlich schmolz er wieder auf 1'20 zusammen. Danach pendelte sich der Abstand bei ca 2 Minuten ein. Zu Beginn des letzten Anstiegs versuchte ich mit einer Attacke die Gruppe zu sprengen, vergeblich. Als sich auf den letzten 10km das Feld plötzlich doch wieder bedrohlich näherte, mussten wir nochmals zusammenspannen. Auf dem letzten Kilometer wollte ich es nicht auf den Sprint ankommen lassen und attackierte mit zwei Konkurrenten. Ohne Erfolg, auf den Konter konnte ich dann logischerweise nicht reagieren und sprintete auf Rang 4. Beiläufig belegte ich im Bergpreisklassement Rang 2 punktgleich mit dem Bergpreissieger mit 16 Punkten. verloren hatte ich diese Wertung wohl wegen meiner Attacke am letzten Anstieg.
Meine Verletzung am Fuss, die von "Coppi e Bartali" herrührt, bereitete mir keine Probleme mehr.

Resultate:
1. Patenka Yauheni
2. Moazemi Goudarzi Arvin
3. Beney Romain
4. Oberholzer Bernhard
5. Wüst Lionel
6. Schnyder Nicolas
die weiteren Price-Fahrer:
10. Aregger Marcel
11. Aubert Loïc
13. Eglin Joël
19. Henggeler Daniel
25. Schelling Patrick
31. Keller Jan
57. Kalt Lukas
69. Horstmann Samuel
71. Boutellier Ivan

Bergpreisklassement:
1. Moazemi Goudarzi Arvin 16 Punkte
2. Oberholzer Bernhard 16

detaillierte Ergebnisse














Auf der 5mal zu fahrenden Runde in der Region von Martigny /VS ist eine Steigung von ca 160Hm durch die Weinreben von Chamoson zu bewältigen. Nach einer schnellen Abfahrt führt die Strecke zurück zu Start/Ziel in Fully.

Mehr zum GP Valloton in Fully unter www.vcmartigny.ch



























Teamkollege Elias Schmäh war beim Mannschaftszeitfahren bei "Coppi e Bartali" mit einer Onboard-Kamera ausgestattet. Ein tolles Video ist daraus entstanden, anzuschauen unter:

VIDEO Mannschaftszeitfahren Coppi e Bartali


Zum Schluss dieser Woche gings noch einmal über sechs Anstiege. Auf der Schlussrunde viermal über einen 2km langen 15% steilen Berg. Am letzten Anstieg explodierte das übrige kleiner gewordene Feld dann förmlich. Ich kam zusammen mit meinen Teamkollegen Schmäh und Henggeler in der dritten Gruppe mit 1:28 Rückstand auf Sieger Visconti auf Platz 49 ins Ziel. In der Gesamtwertung dieser Settimana internazionale Coppi e Bartali bin ich auf Rang 78 klassiert.
Anfang Woche nach meinem Crash im Sprint der ersten Etappe hätte ich nicht gedacht, dass ich mit meinem genähten Fuss diese recht harte Rundfahrt beenden würde. Umso zufriedener kann ich mit meiner Leistung sein.




















Price-Your Bike guter Dinge vor dem Start


Beim flachen Einzelzeitfahren von 14.3km Länge waren Rollerqualitäten gefragt. Nachdem in der gestrigen Etappe über 30 Fahrer nach Kontrollschluss ins Ziel gekommen waren, traten heute noch 135 zum Zeitfahren an. Ich klassierte mich mit einer Zeit von 18:08 (47.316km/h) in der Mitte auf Rang 72. Ich verlor 1:31 auf Sieger Malori. Marcel Aregger (82.),  Loïc Aubert (90.), Daniel Henggeler (95.), Patrick Schelling (110.) und Elias Schmäh (121.) fuhren alle auch 18er-Zeiten. Mit meiner Leistung bei diesem Zeitfahren bin ich zufrieden bei dieser Konkurrenz, wo teils ganz grossen Namen zu finden sind.




















Start zum 14.3km langen Einzelzeitfahren in Crevalcore.

Beim Einfahren auf der Rolle für das Zeitfahren: Patrick Schelling (links) und ich, beide mit einem Sturz auf dem Konto











Die heutige schwere Bergetappe über 155.5km verlief für mich nicht nach Wunsch. Am zweiten grossen Anstieg nach ungefähr 95km verlor ich in der Mitte den Kontakt zum Hauptfeld und fuhr in einem grösseren Gruppetto als 125. ins Ziel. Nachdem ich in Mendrisio mit meiner Physis ganz zufrieden war, ist der heutige Tag ein Dämpfer, aber die Umstände an dieser Rundfahrt sind für mich nicht optimal. Das Fussgelenk macht sich nach wie vor bemerkbar. Mit dem heutigen Rückstand bin ich in der Gesamtwertung weit hinten und starte beim morgigen Einzelzeitfahren über 14.3km dementsprechend früh.
Teamkollege Marcel Aregger zeigte als 35. eine tolle Leistung, zeitgleich mit Elias Schmäh (58.)


Ich entschied mich, heute trotz meiner Verletzung am Fuss zu starten. Dass die recht lange Etappe mit 193km Länge völlig flach war, kam mir deshalb sicher entgegen. Mit möglichst schonender Fahrweise kam ich gut über die Runden. Um den Sturz mental zu verarbeiten, mischte ich mich in der Schlussphase für den Massensprint wieder unter die vorderen Positionen und pilotierte unseren Sprinter Loïc Aubert bis auf den 4. letzten Kilometer. Ich landete schliesslich auf dem 43. Rang.
Eine tolle Vorstellung lieferte Teamkollege Joël Eglin mit einer langen Flucht zu fünft, die für ihn erst 23km vor dem Ziel zu Ende war.


Massensturz auf dem letzten Kilometer / Mannschaftszeitfahren am Nachmittag

Die erste Halbetappe über 81.4km der Professional-Rundfahrt Coppi e Bartali endete mit einem Massensturz im Feld auf der "Flame rouge". Nachdem ich mich die ganze Etappe gut gefühlt hatte, war ich im Finale recht gut positioniert. Durch einen Crash musste ich auf die linke Seite ausweichen und wurde dabei an den Randstein gedrängt und stürzte auf einen Baum zu. Ich verletzte mich am rechten Bein und musste ins Spital gebracht werden, wo der 4cm lange Schnitt genäht werden musste.



















16km langes Mannschaftszeitfahren bei der zweiten Halbetappe.




















"Price-Your Bike" auf der Startrampe zum Mannschaftszeitfahren in Riccione

Erstaunlicherweise schaffte ich es, die 2. Halbetappe am Nachmittag trotz der Verletzung und einem komischen Gefühl in Angriff zu nehmen. Das über 16km führende Mannschaftszeitfahren endete für uns mit einer guten Leistung. Rang 18 und nur 1:08 Rückstand auf die Mannschaft Androni Giocattoli stellt uns zufrieden. Im Rennen konnte ich sogar die Führungen fahren.
Wie für mich die Rundfahrt mit meiner Verletzung am Bein weitergeht, schaue ich von Tag zu Tag.


Auf der anspruchsvollen Strecke des GP Mendrisio war das Rennen jederzeit unter Kontrolle. Im Anstieg fuhr ich immer mit den stärksten mit und diverse Gruppen wurden nie viel weiter als eine Minute fahren gelassen. In der zweitletzten von zwölf Runden war das Feld bereits von den rund 120 gestarteten auf 30 Mann geschrumpft. Oben löste sich die entscheidende Gruppe, die ich verpasste. Teamkollege Schnyder machte es besser, erreichte das Ziel in dieser Gruppe und wird sehr guter Zweiter hinter Mirco Saggiorato und Jonathan Fumeaux (beide Team Atlas). Weil meine Ambitionen dahin waren, fuhr ich für Teamkollege Aubert den Sprint an, den er als erster des Feldes gewann. Mit Rang 17 bin ich zwar nicht zufrieden, aber die Leistung im Rennen kann sich sehen lassen.
Von 42 Fahrern im Ziel (bei 120 Startern) waren 10 von Price-Your Bike. So lässt sich auch unsere Teamleistung sehen.

Resultat GP Mendrisio 151.2km
1. Mirco Saggiorato 3:40:57 (41.059km/h)
2. Nicolas Schnyder gl. Z.
3. Jonathan Fumeaux gl. Z.
Weiters die Price-Fahrer
9. Patrick Schelling +1:06
10. Loïc Aubert +1:09
11. Daniel Henggeler gl. Z.
17. Bernhard Oberholzer gl. Z.
21. Lionel Wüst +1:28
27. Andreas Rutishauser +2:27
37. Joel Eglin +7:04
39. Marcel Aregger +7:06
41. Elias Schmäh gl. Z.


Am 20. März wird auch die Schweizer Elite-Velosaison eröffnet. Mit dem über 151km führenden GP Mendrisio wartet ein einspruchsvolles Rennen mit Selektionscharakter auf die Elite-Fahrer.

Höhenprofil

12 Runden à 12.6km = 151.2km




Überraschung in der 4000m Verfolgung
Mit einer Verbesserung meiner persönlichen Bestzeit um sagenhafte 13 Sekunden und einer Zeit von 4:32.844 über 4000m (52.777km/h) hatte mich wohl keiner auf der Rechnung für Rang 2! Einzig mein Trainingspartner und Spezialist in dieser Disziplin Claudio Imhof fuhr noch schneller und erreichte mit 4:29.187 selbst fast neuen persönlichen Rekord. Ohne viel Erfahrung in der Verfolgung und ohne spezifisches Training ist das ein toller Disziplinenerfolg für mich. Das gute Material hat dabei sicher auch eine Rolle gespielt.

Bild:
www.accv.ch


Im Scratch-Race
wurde ich im Zielsprint noch 6., nachdem ich etwas zu spät auf die Schlussoffensive reagierte.

Auch im 1000m Zeitfahren verbesserte ich meinen Rekord auf 1:07.646.

Mit dem 6. Schlussrang an diesen Omnium Schweizermeisterschaften bin ich sehr zufrieden, denn seit dem Zürcher Sechstagerennen bin ich nicht mehr auf der Bahn gefahren. Weil wir mit der Mannschaft dieses Wochenende kein Strassenrennen im Kalender hatten, bot sich diese Omnium-Meisterschaft als abwechslungsreiche Alternative an.

Schlussresultat
1. Silvan Dillier 14 Rangpunkte
2. Tristan Marguet 17
3. Claudio Imhof 19
4. Loïc Perizzolo 29
5. Jan Keller 31
6. Bernhard Oberholzer 36
weiters:
10. Lionel Wüst 59


Resultate der einzelnen Disziplinen:

9. Rang 200m Sprint fliegend: 11.646s
5. Rang Punktefahren 150 Runden
7. Rang Ausscheidungsfahren
2. Rang 4000m Einzelverfolgung: 4:32.844
6. Rang Scratch 75 Runden
7. Rang 1000m Zeitfahren: 1:07.646



Nach 200m-Rundenzeitfahren, Punktefahren (150 Runden) und Ausscheidungsfahren führt in der Gesamtwertung Tristan Marguet.

1. Tristan Marguet
2. Silvan Dillier
3. Jan Keller
4. Claudio Imhof
5. Loïc Perizzolo
6. Bernhard Oberholzer
7. Loïc Hugentobler
8. Cyrille Thièry
9. Olivier Beer
10. Alexander Aeschbach

komplette Zwischenrangliste mit allen Ergebnissen der verschiedenen Disziplinen.


















Das Velodrome des "Centre mondial du Cyclisme" in Aigle

Erstmals werden nationale Meisterschaften auf der Bahn im Omnium veranstaltet, nicht zuletzt, weil das Omnium neuerdings olympisch ist.
Das in Aigle stattfindende Meisterschafts-Omnium wird aus 6 Disziplinen zusammengesetzt und Meister wird der Gesamtsieger über alle Disziplinen. Die zweitägigen Meisterschaften bestehen aus 200m-Sprint, Punktefahren und Ausscheidung am Samstag sowie 4000m Einzelverfolgung, Scratch und 1000m Zeitfahren am Sonntag.


Zieleinfahrt: Anschlag...

Bei eher kühlen Verhältnissen war das Profirennen GP Insubria recht schnell. Das Rennen führte mit 70km teils entlang dem Lago di Lugano auf eine viermal zu fahrende 25km lange Runde in Varese über eine Distanz von 167km. Nachdem ich mit einer mässigen Leistung nicht den besten Tag hatte, musste ich in der Schlussphase Auf das Ersatzrennrad wechseln, weil nach einem Schlagloch ein Problem mit dem Sattel eine Weiterfahrt verhinderte. Auf den letzten 2km zum Ziel hinauf explodierte das Feld derart, dass nur noch einzelne Grüppchen zusammen ankamen. Ich landete auf Platz 68 mit 57 Sekunden Rückstand auf Sieger Giovanni Visconti. So zeigte das Team Price mit den weiteren Platzierungen von Schmäh (37.), Schnyder (52.), Henggeler (53.) und Keller (110.) eine gute Mannschaftsleistung bei diesem hohen Niveau.

Leider waren die Temperaturen am Start nicht so angenehm.









Anschliessend an die erste Serie der Mallorca Challenge folgte das offizielle Mannschaftstrainingslager. Mit unterschiedlichem Wetter trainierten wir noch einmal die grossen Umfänge, die das Fundament für die Saison bilden. Die berühmtesten Berg Mallorcas wie Puig Major oder Col de Sóller gehörten genauso ins Trainingsprogramm wie die Küstenklassik.

In der Abfahrt vom Coll de Sóller



Die letzte Etappe hatte es in sich. Mit mittleren Anstiegen, darunter der Coll de Sóller, wurde die Etappe keine Spazierfahrt. Weil ich mich nicht mehr so gut erholt habe wie in den Tagen zuvor, hatte ich Mühe, mich in den entscheidenden Phasen gut im Feld zu positionieren. Als es das Feld in mehrere Teile splittete, verlor ich unten in den Sóller hinein den Kontakt und kürzte mit einer Gruppe direkt zum Zielort ab.
Nach 4 Renntagen kann ich ein zufriedenstellendes Fazit ziehen. Es ist ungewohnt, so früh im Februar schon ein Etappenrennen zu fahren und so kann ich die enttäuschende Leistung von heute verkraften, denn mit den anderen Etappen konnte ich viele Rennkilometer sammeln.


Bei einem horrenden Schnitt von 48km/h nach dem ersten 5km Anstieg und 70km ging es den berühmten Puig Major hinauf. Lange war ich dabei, erst 2km vor der Passhöhe verlor ich den Kontakt zur ersten Gruppe. Nach der gefährlichen Abfahrt und dem letzten 5km-Anstieg vor dem Ziel kam ich auf Platz 80 mit etwas mehr als 4 Minuten Rückstand im Ziel an. Für die Jahreszeit bin ich mit dieser Leistung bei dem hohen Niveau zufrieden.


Weil die Mallorca Challenge eine Rundfahrt bestehend aus Eintagesrennen ist, besteht die Möglichkeit, die Fahrer auszuwechseln. Ich hatte heute meinen Ruhetag um fit zu sein für die beiden letzten Wettkämpfe der Challenge.


Nach einem sehr schnellen Start war das Rennen extrem schnell auf den ersten 40km, danach beruhigte sich die Situation als eine Fluchtgruppe das Weite suchte. Die neun Minuten Maximalvorsprung reichten aber nicht und 20km vor dem Ziel wurden die Angreifer wieder eingeholt. Ich hatte Mühe in der Masse mich zu positionieren und kam als 60. ins Ziel. Sieger wurde erneut der Garmin-Sprinter Tyler Farrar.


Ein flacher Rundkurs in der Hauptstadt Palma entlang dem Meer über die kurze Distanz von 116km führte wie erwartet zum Massensprint mit dem Sieg von Tyler Farrar. Zuvor war Teamkollege Eglin mit einer guten Leistung in der 7köpfigen Spitzengruppe vertreten. Im Massensprint fuhr ich auf Position 56 ins Ziel.


Beim kurzen, aber wegen der Kälte (0 Grad) dennoch langen "Time Race Cup"-Winterrennen in Brütten holte ich mir den Sieg im Zweikampf mit Yves Covi. Nach Rennhälfte des 40km-Rennens mit starkem Wind bildete sich eine 10er-Spitze. In der Schlussphase eröffnete Teamkollege Elias Schmäh das Feuer mit zwei Attacken, ohne aber die Entscheidung zu finden. Mit dem Glockenzeichen setzte ich mich eine Runde vor dem Ziel zuerst alleine aus der Spitze ab, wobei Covi kurz darauf zu mir aufschloss und wir mit entscheidendem Vorsprung den Sieg unter uns ausfuhren. Mein neuer Teamkollege Patrick Schelling fuhr auf den guten 3. Rang.
























































Siegerehrung mit Yves Covi (2.) Bernhard Oberholzer und Teamkollege Patrick Schelling.




Mit fast der ganzen Mannschaft zusammen befanden wir uns in der valencianischen Küstenstadt Benidorm im Trainingslager. Bei angenehmen 15-20 Grad in der ersten Wochen spulten wir die Grundlagenkilometer für die kommende Saison ab. Die Bedingen in Woche 2 waren dann nicht mehr ganz so freundlich aber doch ganz gut für die Jahreszeit. Es sind momentan auch einige andere Teams, darunter bekannte, in dieser Region beim Training anzutreffen.

In Benidorm wimmelt es nur so von Hochhäusern, viele davon Hotels, denn im Sommer ist hier mit 1.5Millionen Feriengäste einiges los.

Viele schöne Buchten prägen das Bild der Region. Fotohalt ist hier Pflicht.



Ganz tolle und professionelle Photos von meinem Bahnvelo und mir sind im Photostudio von Stephanie Künzler entstanden. Die 2-stündige Session hat sich gelohnt und ich habe eine Auswahl davon auf meine Page gestellt.

Mehr Photos des Shootings unter Galerie
































Arbeiten von Photographin Stephanie Künzler auf: www.bildlichgesprochen.ch



Zusammen mit Teamkollege Elias Schmäh ging es hoch über das Glarnerland bei kräftigem Sonnenschein, währenddessen das Flachland vor Nebel nur so gähnte. Bei milden Temperaturen waren hie und da einige kleine Schmelzlawinen zu hören.

milde Temperaturen und eine traum- hafte Aussicht auf die glarner Bergwelt waren der Lohn für den anstrengenden Aufstieg.

Auf den Schneeklumpen einer Lawine.



Eine lange Jagd als Hauptrennen am Samstag spät Abends über 250 Runden blieb für uns ohne Veränderungen. Das sonntägliche Finale, bereits schon am Nachmittag ausgetragen, stellte uns Fahrer vor einen abrupten Rhythmuswechsel. Partner Marcel Barth alias Ballerbart und ich verhielten uns im Finale zurückhaltend um das Sechstagerennen heil ins Ziel zu bringen. In einem spannenden Finale wurden Marvulli/Aeschbach vom Duo Bartko/Hondo geschlagen, die den entscheidenden, 50 Runden vor Schluss geholten Rundengewinn nicht mehr an die Schweizer abtraten. 
In der Endabrechnung sind wir auf Platz 11 zu finden.

Fazit:
Die vielen positiven Rückmeldungen zu meiner Leistung freuen mich sehr. Ohne je ein Nachwuchs-UVI-Sixdays gefahren zu sein, hatte ich eine schwierige Aufgabe gleich mit dem Debüt bei den Sixdays-Profis. Die Herausforderung habe ich auf meine Art gemeistert auch dank meinem zuverlässigen Partner Marcel Barth. In meinem Fall zählen weder Rang, noch Rundenverluste, sondern einzig die Zielflagge und das positive Auffallen während den sechs Renntagen. Einfach eindrückliche Erlebnisse, danke allen, die zum Sixdays gekommen sind!

NEUESTE BILDER unter Galerie

Bild:
Neli Widmer
















Malbuner-Team Nr. 5 mit Marcel Barth (li) und Bernhard Oberholzer bei der Teampräsentation



In der Nacht 4 vom Freitag mit grossem Publikumsaufmarsch wollten auch wir uns von der besten Seite zeigen. Ich fühlte mich gut erholt, dennoch hatte ich in der ersten Jagd über 125 grosse Mühe, als wir uns auf unserem zweiten Solo-Rundenvorstoss befanden. Das 220 Umgänge dauernde Hauptrennen war dann recht schnell und mir lief es aber besser. Wir hielten uns gut im Rennen und zeigten uns erneut zweimal, was aber recht an die Substanz ging. Für unsere Verhältnisse eine zufriedenstellende Vorstellung.
Vorne konnte Marvulli/Aeschbach ihre Führungsposition verteidigen und liegen jetzt in der Nullrunde mit Stam/Van Bon und mit drei weiteren Teams eine Runde dahinter.
 


Erneut konnte Marcel Barth und ich im Derny-Rennen unter die ersten drei fahren.
In den Madison agierten wir verhalten, denn das Sixday dauert noch lange! Wir wollten gut über die Runden kommen und ich habe weitere Fortschritte in technischer Hinsicht gemacht. Natürlich verloren wir wieder einige Runden auf die besten.
Es führen weiterhin die Schweizer Marvulli/Aeschbach vor Stam/Van Bon und Hondo/Bartko, alle in der Nullrunde.
An dieser Stelle gratuliere ich meinem Trainingspartner Claudio Imhof, der im ersten Madisonrennen zusammen mit Dillier einen starken Sieg herausfuhr!

Bild:
Neli Widmer
















Mit meinen neuen Bahnvelos von Price macht es richtig Freude, Bahnrennen auf diesem Niveau zu bestreiten!


Die zweite Nacht lief für Marcel Barth und mich nicht optimal. Beim ersten Madison hielten wir uns noch gut, bei der Jagd über 200 Runden holten wir zwar früh mit zwei anderen Teams eine Runde Vorsprung heraus, Weil wir aber nachher bei ständig hohem Tempo nicht mehr in der Lage waren, weitere Versuche zu unternehmen, kassierten wir einige Runden, weil wir uns einfach im Feld aufhielten. Mehr als einmal verpassten wir die Ablösung. Zweimal im Rennen bleiben zu müssen ist sehr hart. Nicht einmal Top-Teams sollten sich das erlauben. Aber Barth und ich wollen uns steigern um unsere persönlichen Ziele zu erreichen.
Immerhin fuhren Barth und ich im Derny-Rennen auf Platz 3 und konnte so einige Punkte für die Gesamtwertung gewinnen.
In der Gesamtwertung sind wir einen Platz abgerutscht und liegen auf 11 mit 7 Umläufen Rückstand auf die Leader Marvulli/Aeschbach

Bild:
August Widmer















Das Rennen immer im Überblick haben ist eines der obersten Gebote im Madisonrennen. 


Zusammen mit meinem deutschen Partner Marcel Barth haben wir uns mit einer aktiven Fahrweise mit 3 Rundengewinnen im zweiten Madisonrennen in Szene gesetzt. In der Gesamtwertung liegen auf Platz 10 mit 2 Runden Rückstand auf die Spitze. Wir haben uns in erster Linie auf die Madison-Jagden konzentriert und so in den kleinen Rennen noch nicht zu sehr forciert und so nicht viele Punkte gesammelt. Mit der heutigen Leistung bin ich abgesehen von ein paar technischen Fehlern aber zufrieden.


Morgen Dienstag, 30. November geht es nun mit dem 54. Zürcher Sechstagerennen los. Nach einer Pause nach den 3 Jours d'Aigle galten die letzten 2 Monate der Vorbereitung auf meinen ersten Sixday-Start bei den Profis. Zusammen mit dem deutschen Marcel Barth (Thüringer Energie Team) habe ich einen Partner zur Seite, der bereits Sixdays-Erfahrung hat. Erstmals figurieren mit Claudio Imhof und mir gleich zwei Thurgauer im Starterfeld der Profis am Sechstagerennen Zürich.


Bild Copyright
Doris Turin

Der 2-tägige Bahnwettbewerb auf der kurzen 166er-Bahn von Genf bestand aus verschiedenen Bahndisziplinen und als Hauptrennen einem Madisonwettkampf. Lionel Wüst war in Genf mein Partner. In den Einzeldisziplinen waren wir stets vorne dabei. In der Gesamtwertung nach Tag 1 lagen wir auf Platz 2 mit 12 Punkten Rückstand.
Nachdem es am zweiten Tag noch besser lief und ich in den Disziplinen Punktefahren und Scratch meine Serie gewann sowie in der Ausscheidung Zweiter wurde, war die Ausgangslage spannend. Weil es für das Final im Madisonrennen schwierig war, die führenden Gaël Suter und Loïc Hugentobler nach Punkten zu schlagen, versuchten es Wüst und ich mit einem Rundengewinn. Früher als geplant holten wir tatsächlich die geforderte Runde auf unsere Gegner heraus und kontrollierten in der Folge unsere Opponenten permanent. Mit dem Sieg im Madison drehten wir den Ausgang des Rennens zu unseren Gunsten und gewinnen die Gesamtwertung der 2 Jours de Genève. 

Überschattet wurde der Freitagabend von einem schweren Unfall beim Derny-Rennen. Der Junior Colin Stüssi stürzte bei einem Ausweichmanöver in der Zielkurve schwer und musste ins Spital gebracht werden.
Ich wünsche auch an dieser Stelle Colin viel Kraft und Geduld auf dem Weg der Besserung!

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Doris Turin














Madison-Jagd am 2. Tag: Lionel Wüst und Bernhard Oberholzer holen den geforderten Rundengewinn und gewinnen sowohl das Madison als auch die Gesamtwertung

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Doris Turin



Nach einem verkorksten Ausscheidungsfahren (12.) drehte ich im Scratch über 50 Runden auf: Etwas mehr als eine Kilometer vor dem Ziel bei "6 Laps to go" fuhr ich dem Feld alleine davon und wurde erst auf der Linie noch abgefangen und erreichte Rang 3 hinter dem Sprinter Tristan Marguet. Im Punktefahren nach einem Rundengewinn mit 4 Gegnern attackierte ich erneut, weil alle anderen müde wirkten: Wieder fuhr ich den letzten Kilometer alleine allen davon und diesmal vermochte mich keiner mehr schlagen. Mit dem letzten Wertungssieg holte ich mir Platz 2 hinter dem fleissigen Punktesammler Tristan Marguet.
Weil das Ausscheidungsfahren eine zu grosse Hypothek war, wurde ich in der Gesamtwertung des Abends auf Rang 5 gewertet.



Die Saison 2010 geht für mich in die Verlängerung: Zusammen mit dem deutschen Marcel Barth bin ich am Sechstagerennen Zürich (30. Nov - 5. Dez) bei den Profis am Start. Deshalb bereite ich mich jetzt spezifisch vor auf diesen grössten Bahnevent der Schweiz.

Infos: www.sixdays-zuerich.ch

Startlisten: http://www.sixdays-zuerich.ch/downloads/2010/Startlisten_10_Web_091110.pdf


An der über 250 Runden (50km) führenden Madison-SM im Anschluss an das 3 Jours durfte ich mit Kilian Moser einen weiteren guten Partner in dieser Technik-Disziplin an meiner Seite haben. Moser war am 3 Jours vorne mitgefahren und musste am 3. Tag gleich 2 Stürze verkraften! 
Ich persönlich bin zufrieden mit dem 6. Platz, konnten wir bei mehreren Wertungen doch Punkte mitnehmen.  


Am 3-Tagerennen Aigle fuhr ich mit meinem welschen Partner Maxime Bally bei den Profis. Um vor allem im Zweiermannschaftsfahren (Madison) meine Technik zu verbessern, setzt wir unsere Prioritäten nicht auf Resultate. Dementsprechend hielten wir uns jeweils im Feld auf und ich konnte mich merklich verbessern durch die Tipps und Hilfe meines erfahrenen Partners Bally, der als guter Techniker gilt. Neben einem 6. Etappenrang belegten wir in der Gesamtwertung Platz 10.


Besser als am Tag zuvor lief es beim zweiten Start an diesem Wochenende. Ich fuhr 60km lang in der Spitzengruppe mit, die aus 8 Fahrern bestand. Als ich wieder eingeholt wurde, hatte ich grosse Mühe, am Berg mitzuhalten. Das Feld splittete sich aber nach der Abfahrt gab es erneut einen Zusammenschluss. Die neue Spitzengruppe konnte sich durchsetzen, im Feld ging es noch um Platz 15, ich überquerte das Ziel als guter 20.


















Zeitweilig zusammen mit 8 Gegnern an der Spitze des Profirennen Giro di Prato


Das über 190km führende auf einem flachen Parcours ausgetragenen UCI-Rennen endete im Massensprint. 3km vor dem Ziel fuhr ich im Positionsgedränge aus Platzmangel in einen "Notausgang" auf die andere Strassenseite und musste anhalten. Ich schaffte zwar nochmals den Anschluss an den hinteren Teil des Feldes, Platz 84 resultierte nach dem Malheur, in der gleichen Zeit wie der Sieger.


Nach dem gestrigen Sieg in La Brévine war ich sehr motiviert für den schwierigen, bergigen Parcours in Lausanne. Schon früh wurden die 4' früher gestarteten Amateure eingeholt. Nach Rennhälfte sprengte PRICE das Feld vorübergehend, weil aber niemand Interesse zeigte, die Vorselektion weiterzuziehen, schlossen in der Abfahrt viele wieder auf. 40km vor dem Ziel griff Schnyder auf der Ebene zischen den beiden Anstiegen an. Weil hinter mir auch eine Lücke entstand, fuhr ich weiter und schloss zu Teamkollege Schynder auf. Als wenig später mit Fabien Wolf zu meinem erstaunen ein weiterer Teamkollege von hinten kam, war die Situation perfekt. Weil die Gegner nicht mehr folgen konnten, veranstalteten wir zu dritt ein Mannschaftszeitfahren und fuhren über eine Minute Vorsprung heraus. Wir harmonierten perfekt und ich leistete sehr viel Führungsarbeit in der Gruppe. So gewann ich den GP Lausanne vor Nicolas Schnyder und Fabien Wolf























Seltene Konstellation auf dem Podest: Dreifachsieg von PRICE beim GP Lausanne mit dem schwierigen Parcours und den unzähligen Anstiegen.


Beim Mannschaftszeitfahren im jurassischen Kältekessel La Brévine mit diesmal angenehmen Temperaturen gewinnt  PRICE-Custom Bikes den spannenden Kampf gegen die Uhr vor dem Bürgis-Cycling Team und Rufalex. In der Besetzung Schnyder, Schwab, Oberholzer, Kalt, Boutellier und Horstmann gewann Price-Custom Bikes in einem hohen Stundenmittel von 49.3km/h diese Prüfung, welche eine der schnellsten der letzten Jahre war.


Als Titelverteidiger startete der VC Hirslanden in die Meisterschaft über 4000m in der Besetzung der Bahnspezialisten Franco Marvulli, Alexander Aeschbach, Claudio Imhof und mir als Nicht-Bahnspezialist. Mit ausgeglichenen Stärkenverhältnissen legte Hirslanden in der Qualifikation Bestzeit mit 4:28.6 min (53.6km/h) Bestzeit vor mit einem komfortablen Polster von 5 Sekunden auf die Equipe Vaudoise.
Im Final lagen die Waadtländer mit Hirslanden bis 2000m nahezu gleich auf, ehe erstere abbauten, Hirslanden hingegen mit einer Verbesserung um nochmals 4 Sekunden auf 4:24.4 min überlegen den Schweizer Meistertitel verteidigten.










Bei der über 5 Etappen führenden Elsass-Rundfahrt fiel ich am ersten Tag bereits aus der Entscheidung um das Gesamtklassement. Mit einem Kettenriss, später einem Platten, wechselte ich während der ersten Etappe insgesamt viermal das Velo, weil ich mich auf den Ersatzvelos nicht zurechtfand.
Die nächsten Etappen zeigten, dass ich nach der Pause noch nicht die gewohnte Strassenform erreicht hatte, die ich mir vorher gewohnt war. So stellte ich mich den Teamkollegen zur Hilfe. In der letzten Bergetappe fuhr ich mit dem Gruppetto ins Ziel und war froh, die Rundfahrt immerhin beendet zu haben im Hinblick auf die anstehenden Rennen im August und September. Teamkollege Hubert Schwab zeigte mit dem zweiten Platz auf dem Grand Ballon und dem gleichzeitigen Sprung auf Platz 2 in der Gesamtwertung seine Qualitäten erneut.  







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